Die Feuerwehr seit 1888

 


Kommandanten der FF Kirchbach​


erstellt von OLM d. V. Franz Tomberger


Gründung der Kirchbacher Freiwilligen Feuerwehr - 1888

 

Schon vor 1853 befand sich auf dem Platz des heutigen Gebäudes KB5 ein Feuerwehrhütte. In dieser wurden Löschutensilien aufbewahrt, auch eine Wasserpumpe war bereits vor der Gründung der FF Kirchbach vorhanden. Eigentümer der Pumpe war die Gemeinde Kirchbach.

Am 21. September 1888 wurde unter der Nummer 20713 bei der k. k. steiermärkischen Statthalterei der Statutenentwurf (in ihm heißt es unter anderem: „Der Zweck derselben ist ein geordnetes Zusammenwirken bei Feuergefahr zur Bekämpfung von Bränden, um Leben und Eigentum der Bewohner des Ortes und der Umgebung zu schützen") und das Ansuchen um Zulassung der Kirchbacher Feuerwehr eingereicht.Unterzeichnet sind die beiden Schriftstücke vom Obmann des „Gründungs-Comites" Dr. Franz Hugl und dem Schriftführer Hans Grabner.

Die Gründungsversammlung wird am 18. 11.1888 abgehalten. Der Verein besteht aus 44 „ausübenden" und 21 unterstützenden Mitgliedern. Die Wahl der Wehrleitung erbringt folgendes Ergebnis:

Hauptmann: Hermann Schmid
Hauptmann-Stellvertreter: Hans Grabner
Zeugwart: Johann Mayer
Kassier: Alois Ertler
Steigerzugsführer: Franz Zaunschirm
Spritzenzugsführer: Mathias Staudacher
Zugsführer der Wassermannschaft: Johann Schuchlenz
Obmann der Schutzmannschaft: Rudolf Troll
Schriftführer: Franz Schenk

Die erste Sitzung des neugewählten Ausschusses findet am 23. November 1888 im Gasthof Grabner statt. Um die Aufbauarbeit beginnen zu können, wird beschlossen, Gesuche um Subventionierung an die „löblichen" Gemeindevertretungen von Kirchbach und Zerlach, an „den hohen Landesausschuss", an die „löbliche Steiermärkische Sparkasse" und an die „löbliche Vorschusskasse Kirchbach" (heute Raiffeisenkasse) zu richten. Von der „löblichen Bezirksvertretung Kirchbach" will man 300 Gulden, von der „löblichen Bezirkssparcasse" 600 Gulden erbitten. Auch sämtliche Versicherungen will man zur Kasse bitten. Ein Schreiben um finanzielle Unterstützung ergeht auch an Herrn Dr. Pscheiden, Pfarrer und Landtagsabgeordneter in Paldau. Sogar an Seine Majestät, den Kaiser und an die „allerhöchste Cabinätskanzlei" ergehen Subventionierungsansuchen der neugegründeten Wehrleitung.
Um den Aufgaben einer Feuerwehr gerecht werden zu können, wird der Ankauf eines „schwarzen Brettes" mit der Aufschrift „Feuerwehr Kirchbach" und zweier Hörner (zur Alarmierung der Feuerwehr) beschlossen. Die Gemeinde Kirchbach wird ersucht, die alte Spritze einstweilen der Feuerwehr zu überlassen.

Auch der soziale Gedanke ist in der Feuerwehr schon im Gründungsjahr vorhanden: Auf Anregung des Schriftführers, Herrn Lehrer Schenk, wird beschlossen, für die Ortsarmen und für arme Schulkinder am Silvesterabend eine Unterhaltung zu organisieren.


 

 

Die FF Kirchbach im 19 Jahrhundert

 

1889 Man beschließt die Anschaffung von Uniformen und den Ankauf einer neuen Spritze. Die feierliche Übernahme dieser 1132 Gulden teuren „Kernreuter-Spritze" von der Lieferfirma Sattler, Graz, erfolgt am 24. Februar. In der Folge wird das neue Gerät bei Herrn Ertler (heute Wallner) abgegeben, der sich in Ermangelung eines geeigneten Rüsthauses bereit erklärt, die Spritze für 2 Monate in Verwahrung zu nehmen. Die erste Übung mit der neuen Spritze findet in der „Kegelstätte" Schuchlenz (heute Gasthaus Fruhmann) statt.

Mit der Anschaffung der neuen Spritze ergibt sich jedoch das Problem, dass für den Einsatzfall auch stets zwei Pferdegespanne bereitstehen müssen, wovon das eine die Spritze und das andere einen Mannschaftswagen zu ziehen hat. Es wird beschlossen, sogenannte „Bespannungsdienste" einzurichten.Man wagt sich in diesem Jahr auch an den Bau eines neuen Spritzenhauses. Auf dem von Herrn Grabner der Feuerwehr kostenlos zur Verfügung gestellten Grundstück (neben dem Haus der Familie Hermann) wird der mit zwei zweiflügeligen Toren versehene Bau errichtet. Zwischen den Toren entsteht der Steigerturm. Das alte Spritzenhaus wird abgetragen. 

Die Feuerwehr hat im ersten Jahr ihres Bestehens bereits 5 Brandeinsätze. Da sich bei den Pferdebespannungen offensichtlich Unzulänglichkeiten ergeben, beschließt der Ausschuss folgende Maßnahmen: Die Spritze wird von Kirchbach aus nur in die Orte Zerlach, Maxendorf, Dörfla und Ziprein (bis vulgo Ortfeitl) gezogen. Für die weitere Bespannung von den genannten Orten bis zu einem eventuell entlegeneren Brandplatz werden die Gemeinderäte ersucht, Sorge zu tragen.

1890 Die Arbeit der Feuerwehr wird durch den schlechten Zustand der Wege beeinträchtigt, was sich beim Brand bei vulgo Feldjosl zeigt, als man den Brandplatz mit der Spritze nicht erreichen kann. Um einem anderen Problem abzuhelfen, beschließt der Ausschuss, weitere Wasserentnahmestellen durch eine Gemeindebegehung ausfindig und sie für die Brandbekämpfung zugänglich zu machen.

1892 Am 29. Mai dieses Jahres findet der Bezirksfeuerwehrtag in Kirchbach statt. Die teilnehmenden Feuerwehren erwartet ein mit Fahnen und Blumen geschmückter Ort, zwölf Kilogramm Pulver zum Böllerschießen werden gekauft.  Eine Schauübung, die später in der Feuerwehrzeitung als „in allen Theilen vorzüglich durchgeführt und als eine der besten, welche bisher an Bezirks-Feuerwehrtagen abgehalten wurden" bezeichnet wird und die anschließende Delegiertensitzung bilden den Abschluss der Veranstaltung. In diesem Jahr erwägt man auch die Anschaffung eines neuen Mannschaftswagens, verschiebt das Vorhaben jedoch aus finanziellen Gründen auf einen späteren Zeitpunkt. Herr Dr. Pinter erklärt sich bereit, seinen Wagen für den kommenden Winter zur Verfügung zu stellen.

1894 Ein neuer Mannschaftswagen wird angeschafft, die Finanzierung erfolgt durch Einnahmen aus einem „Feuerwehrkränzchen mit Glückshafen" (Eintritt: 50 Kreuzer) und eine Unterstützung der Sparkasse in Höhe von 200 Gulden. Der neue Wagen soll auch an Privatpersonen - im heurigen Jahr sogar kostenlos - verliehen werden, jedoch muss er in einwandfreiem und gereinigtem Zustand wieder zurückgestellt werden.

1895 Anlässlich der Generalversammlung am 10. März gibt Hauptmann Hermann Schmid seinen Rücktritt aus familiären und beruflichen Gründen bekannt. Sein bisheriger Stellvertreter Hans Grabner wird zum Hauptmann gewählt, Johann Schuchlenz wird zweiter Mann in der Wehr, Hermann Schmid zum Ehrenhauptmann ernannt. Die Anschaffung neuer Kappen wird beschlossen, ebenso die Finanzierung - jedes Mitglied bezahlt seine Kopfbedeckung selbst!

1898 Es bestehen Bestrebungen, mit Kirchbach und den umliegenden Wehren einen eigenen Feuerwehrbezirk einzurichten. Laut Zuschrift des Landesfeuerwehrverbandes soll dieser Feuerwehrbezirk den Namen „Schwarzautal" erhalten. Steigerführer Zaunschirm regt an, sich zu bemühen, dass dieser Bezirk seinen Hauptsitz in Kirchbach habe und auch den Namen Kirchbach führe, widrigenfalls man lieber dem Feuerwehrbezirk Feldbach angeschlossen bliebe. Am 18. November feiert die Wehr mit einer „gemütlichen Kneipe" im Gasthaus Grabner ihr zehnjähriges Bestehen.

1899 Herrn Heinrich Ritter von Plessing, dem Schloßherrn von Waldegg, wird ein hoher kaiserlicher Orden verliehen, weshalb die Feuerwehr beschließt, ihr Gründungsmitglied am 26. Februar 1899 mit einem Fakkelzug zu ehren. Bei der Generalversammlung am 5. März 1899 wird der am 27. Februar 1898 in die Wehr aufgenommene Franz Karner zum Hauptmann-Stellvertreter gewählt. Er wird später das Geschehen in der Feuerwehr auf Orts- und Bezirksebene in beispielloser Weise prägen.


 

 

Der Start in das 20igste Jahrhundert 1900-1918

 

1900 Um die Wasserversorgung im Brandfall zu verbessern, beschließt der Ausschuss, den Kanal neben dem Gasthaus Karner zu stauen.

1901 Anlässlich der Generalversammlung am 7. März im Gasthaus Karner tritt Hans Grabner als Wehrhauptmann zurück, erklärt sich jedoch bereit, eine andere Funktion in der Wehr anzunehmen. Franz Karner wird zum Wehrhauptmann, Hans Grabner zu dessen Stellvertreter gewählt. In diesem Jahr arbeitet man auf Anregung von Ehrenhauptmann Schmid weiter am Ausbau der Wasser- versorgung im Ort, was sich beim Brand des Hauses Schmid vulgo Breitsimmerl am 15. September, bei dem alle Mitglieder ausrücken und beide Spritzen zum Einsatz kommen, bereits bewährt.

1902 Der Beitritt des späteren Bezirksfeuerwehrkommandanten Dr. Rudolf Brand als Feuerwehrarzt erfolgt am 9. März anlässlich der Generalversammlung im Gasthaus Staudacher. Das auf Disziplin innerhalb der Wehr geachtet wird, zeigt sich am 22. April, als der Ausschuss beschließt, ein Feuerwehrmitglied, das sich anlässlich einer Fußübung ungebührlich über den Verein äußerte, auszuschließen. Am 12. Oktober 1902 wird der FEUERWEHRBEZIRK KIRCHBACH neu aufgestellt. Die Delegierten der Feuerwehren aus St. Stefan i.R., Manning, Ziprein, Jagerberg und Kirchbach (Wolfsberg schickt keine Vertreter) wählen den Kirchbacher Feuerwehrarzt Dr. Rudolf Brand zum Bezirksobmann, den Hauptmann der Kirchbacher Wehr, Herrn Franz Karner, zu seinem Stellvertreter. Herr Dr. Brand gehört als Obmann des Feuerwehrbezirkes Kirchbach auch dem „Landes-Feuerwehr-Verbands-Ausschuss" an.

1903 Die Feuerwehr zeichnet sich bei einem Einsatz in der Lederei Zaunschirm am 16. Februar aus, als ein Brand durch das schnelle Ausrücken noch im Entstehen erfolgreich bekämpft werden kann.Am 14. Juni findet der Bezirksfeuerwehrtag in Kirchbach statt. Anlässlich der Pferdeprämierung am 30. Juli sorgt die Feuerwehr auf Antrag der Gemeinde mit 10 Mann für die Aufrechterhaltung der Ordnung. Auf Antrag von Schriftführer Wallner erfolgt eine Begehung des Gemeindegebietes durch den Feuerwehrausschuss, um günstige Feueralarmstellen (von denen aus der mit Hörnern „geblasene" Alarm möglichst weit hörbar ist) ausfindig zu machen. Auch die Spritze ist bereits schadhaft, weshalb der Ausschuss erwägt, sie gegen eine neue und leichtere einzutauschen. Die Verhandlungen des Herrn Zaunschirm mit der Fa. Sattler verlaufen zufriedenstellend, weshalb der Ankauf einer neuen Spritze der Marke Kernreuter am 1. Juni vom Ausschuss beschlossen wird. Man beschließt auch, die Bezirkssparkasse um finanzielle Unterstützung zu bitten.

1905 Die Ausrüstung der Feuerwehr erweist sich als nicht ausreichend. Vor allem bei nächtlichen Einsätzen findet man mit den vier vorhandenen Fackeln nicht das Auslangen, weshalb der Ankauf von zwei weiteren Fackeln ebenso beschlossen wird wie die Anschaffung einer fünf Meter langen Steckleiter. Auch bezüglich der Bespannungsdienste treten Schwierigkeiten auf, da laut Landesgesetz für ein bei einer Ausfahrt zu einem Feuer gefallenes Pferd nur ein Schadenersatz von 80% geleistet wird. Auch hinsichtlich des Sommer-Bereitschaftsdienstes beantragt der Hauptmann Stellvertreter eine Neuregelung, die daraufhin vom Ausschuss beschlossen wird: Die diensthabenden Feuerwehrkameraden sollen aus der „Kneipkassa" für ihren von Mittag bis zwölf Uhr nachts dauernden Bereitschaftsdienst eine finanzielle Zuwendung von je 80 Hellern erhalten.

1906 Die Funktion des Schriftführers wird anlässlich der Generalversammlung am 28. Jänner neu besetzt. Herr Johann Mayer löst den zurückgetretenen Herrn Alois Wallner ab. Alle übrigen Feuerwehrmitglieder werden in ihren Funktionen bestätigt. Bei der Bespannung treten wieder Probleme auf. Bisher war die Finanzierung so geregelt, dass der Besitzer des Pferdegespannes bei einem Einsatz nur dann eine Bezahlung erhielt, wenn der Brandplatz auch erreicht wurde, was beim schlechten Zustand der Straßen und Wege jedoch oft nicht der Fall war. Der Vorstand beschließt daher, bei der Bezirksvertretung zu intervenieren, dass eine Bezahlung auch dann erfolgt, wenn der Brandplatz nicht erreicht wird. Auch die Reparatur schadhafter Geräte und die Anschaffung neuer Helme kann nur erfolgen, weil sich die Sparkasse wieder einmal als Gönner erweist und auf Antrag des Feuerwehrausschusses eine finanzielle Unterstützung von 200 Kronen gewährt.

1907 Anlässlich der Generalversammlung am 27. Jänner im Gasthaus Schuchlenz wird auf Antrag von Herrn Franz Zaunschirm beschlossen, eine Funktionsdauer von drei Jahren einzuführen, um nicht alljährlich eine Neuwahl durchführen zu müssen. Ferner wird beschlossen, die Beitragszahlungen der unterstützenden Mitglieder zur Hälfte der „Kneipkassa" zuzuweisen. Von den an unterstützenden Beiträgen eingegangenen 158,10 Kronen werden also 79,05 Kronen „verkneipt" werden.
An den Landesfeuerwehrverband wird ein Ansuchen um Subventionierung in Höhe von 300 Kronen für die Anschaffung neuer Mäntel gerichtet, allerdings werden von diesem nur 120 Kronen zur Verfügung gestellt

1910 Die Vereinskassa ist leer, der Ausschuss fasst daher den Beschluss, sogleich die Beiträge von den unterstützenden Mitgliedern einzuheben, um damit offene Rechnungen begleichen zu können. Wie schon so oft, beschließt man auch diesmal, die Sparkasse als Retter aus der finanziellen Not zu gewinnen, indem man um eine Subventionierung in Höhe von 100 Kronen ersucht. Mit den vom Landesausschuss zur Verfügung gestellten 120 Kronen werden 16 neue Mäntel angeschafft.

1911 Der Ausschuss beschließt, den Bereitschaftsdienst auch in diesem Jahr ohne Entschädigungszahlungen an die Diensthabenden aufrecht zu erhalten. Zu einem Vorfall kommt es beim Brand des Hauses Luttenberger am 7. August, als beleidigende Äußerungen gegen die Feuerwehr fallen. Hauptmann Karner bringt daraufhin eine Klage beim Kaiserlich-königlichen Bezirksgericht ein.

1912 Dieses Jahr ist überschattet vom Tod des Gründungshauptmannes, Ehrenhauptmann Hermann Schmid. Die Witwe des Verstorbenen widmet seinen Degen der Feuerwehr Kirchbach. Anlässlich der Generalversammlung am 25. Februar wird beschlossen, eine Trauerfahne zu kaufen, die beim Tod von ausübenden oder unterstützenden Mitgliedern am Steigerturm gehißt werden soll und wofür bereits während der Sitzung unter den Mitgliedern eine Sammlung durchgeführt wird, die 8 Kronen einbringt. Der Bereitschaftsdienst wird ab.1. Juni wieder eingeführt. Die diensthabende Mannschaft setzt sich aus einem Chargen und zwei Feuerwehrmännern zusammen. Bezahlung: 50 Heller pro Mann. Die Sammlung erbringt 200 Kronen, wovon 70 Kronen der „Kneipkassa" zugeführt werden

1913 Bei der Generalversammlung am 29. Jänner, im Gasthaus Karner erklären sich alle Kameraden der Feuerwehr Kirchbach bereit, der Haftpflichtversicherung beizutreten. Die Jahresprämie von 12 Hellern pro Mann wird von jedem Mitglied selbst bezahlt. Man beschließt, das Rüsthaus zu pflastern, wofür von der Familie Stangl in Ziprein Steine gekauft werden sollen. Auf Antrag von Herrn Hauptmann-Stv. Grabner wird beschlossen, den Bereitschaftsdienst zu den selben Bedingungen wie im Vorjahr wieder durchzuführen, doch sollen die Diensthabenden „nüchtern bleiben, solange sie die Uniform tragen".

Die Feuerwehr Kirchbach ist am 18. November 25 Jahre alt.

1914 Etwas verspätet feiert man das Fest des 25-jährigen Bestandes im Gasthaus Lassl, nämlich am 22. April 1914. Die musikalische Umrahmung besorgt für 100 Kronen und „Verpflegung für die Nacht" die Fernitzer Feuerwehrkapelle. Den noch lebenden Gründungsmitgliedern wird die Medaille für 25-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr verliehen.

1916 Bei der Generalversammlung am 19. März im Gasthaus Grabner wird beschlossen, dass die Haftpflichtprämien für die Feuerwehrmitglieder nunmehr vom Verein bezahlt werden. Wegen der Teilnahme vieler Feuerwehrmitglieder am 1. Weltkrieg sind die Aktivitäten der Feuerwehr Kirchbach in diesem Jahr (und auch in den folgenden) etwas eingeschränkt. 

1917 Anlässlich der Generalversammlung am 8. Februar 1917 im Gasthaus Fruhwirth erläutert Hauptmann (und Bezirksobmann) Franz Karner den erschienenen Kameraden die neuen Führerabzeichen. Auf Antrag von Herrn Steigerführer Drögsler wird eine Einschulung der Spritzenmannschaft beschlossen, da, wie schon oben erwähnt, qualifizierte Feuerwehrkameraden wegen des Kriegsdienstes nicht zur Verfügung stehen. Wie schon in den Jahren vorher wird auch diese Sitzung mit einem „dreifachen Hoch auf Seine Majestät, den Kaiser", geschlossen.

1918 Man beschließt bei der Generalversammlung am 3. März, dem Antrag von Herrn Alois Wallner nach Errichtung einer Feuermeldestelle zu entsprechen.


 

Die Zwischenkriegszeit - 1919 bis 1937

 

1919 Die Neuwahl im Rahmen der Generalversammlung am 23. Februar bringt nur insofern eine Veränderung, als Herr Ignaz Suppan nunmehr die Funktionen eines Schriftführers und eines „Kneipkassiers" bekleidet und Herr Alois Fruhwirth zum Spritzenführer gewählt wird. Als Trinkhornträger wird künftig Herr Franz Stangl fungieren.

Die Sitzung ist überschattet von Kriegsverlusten: Herr Steigerführer Oswald Drögsler beklagt den Verlust von fünf Feuerwehrkameraden durch den Krieg. Er würdigt sie wie die aus dem Krieg heimgekehrten Feuerwehrmänner mit einem „dreifachen Hoch". Auf Antrag von Herrn Schutzmannschaftsführer Franz Zaunschirm wird die Anbringung einer Gedenktafel für die gefallenen Kameraden im Rüsthaus beschlossen.

Der Ausschuss sucht schriftlich um den Ankauf von Demobilisierungsgütern an, worauf der Feuerwehr Kirchbach laut eines Schreibens des Landesverbandes für Feuerwehr- und Rettungswesen 20 neue Hosen, 10 neue Röcke, 10 neue Blusen und 10 Mäntel zugesprochen werden. Die Ware muss bei der Übernahme bar bezahlt werden.

In diesem Jahr wird nach Antrag von Herrn Schriftführer Ignaz Suppan die Gründung einer Rettungsmannschaft bzw. Rettungsabteilung innerhalb der Feuerwehr Kirchbach beschlossen.

1920 Die Installierung erfolgt anlässlich der Generalversammlung am 8. Februar 1920. Zum Rettungsführer wird Herr Ignaz Suppan gewählt, sein Stellvertreter ist Karl Gölles. Die weiteren Mitglieder der Rettungsabteilung sind die Herren Josef Wallner, Johann Veit und Franz Löffler. Das neu aufgenommene Feuerwehrmitglied Karl Hermann wird bei dieser Versammlung zum Zeugwart Stellvertreter gewählt.
Josef Wallner, der spätere Nationalratspräsident, tritt der Feuerwehr Kirchbach bei und wird - wie oben ersichtlich der Rettungsmannschaft zugeteilt.

Auf Bezirksebene wird beschlossen, eine Hilfskassa einzurichten, um im Schadensfall finanzielle Hilfe leisten zu können. In diese Kasse ist von jedem Feuerwehrmitglied jährlich ein Beitrag von 3 Kronen zu zahlen, widrigenfalls der Ersatzanspruch im Schadensfall erlischt. Die Feuerwehr Kirchbach zahlt außerdem aus der Vereinskassa eine Spende von 50 Kronen ein.

Der Antrag von Herrn Steigerführer Oswald Drögsler, wonach alle aktiven Mitglieder, die nicht mindestens einmal pro Jahr ausrücken, aus der Wehr auszuschließen seien, wird einstimmig angenommen.

1921 Hauptmann Karner veranlasst, dass die während der Kriegsjahre vernachlässigte Feuerbespannungsbereitschaft wieder eingeführt wird.

Die Herren Josef Hotter, Eduard Zechner, Oswald Drögsler jun., Leopold Schrittwieser, Franz Diemer und Franz Absenger treten der Wehr bei. Einige von ihnen werden im künftigen Geschehen der Wehr noch eine bedeutende Rolle spielen. Herr Oswald Drögsler jun. wird am Tage seiner Aufnahme bei der Generalversammlung am 30. Jänner in die Funktion des Zeugwart-Stellvertreters gewählt. Herr Karl Hermann wird Zeugwart.

1922 Hauptmann-Stellvertreter Alois Fruhwirth ist nicht mehr gewillt, seine Position weiter auszuüben, worauf bei der Generalversammlung am 12. Februar Herr Karl Lassl mit dieser Funktion betraut wird. Zum Schutzmannschaftsführer-Stellvertreter wird Herr Josef Hotter gewählt. Man beschließt, den Mannschaftswagen auch weiterhin an Privatpersonen zu vermieten: Die Leihgebühr wird mit 1000 Kronen festgelegt, wovon die Hälfte der Zeugwart (Karl Hermann) erhält, Zeugwart Karl Hermann wird die Ehre zuteil, als Delegierter des Bezirksfeuerwehrverbandes am Landesfeuerwehrtag in Graz teilzunehmen.

1923 Auf Anregung von Herrn Steigerführer Oswald Drögsler sen. wird an die „Herren Bürger und Bürgersöhne" herangetreten, um sie zum Beitritt zu bewegen. Die Generalversammlung am 11. Februar bringt in der Zusammensetzung der Wehrleitung insofern eine Änderung, als Herr Franz Diemer zum Zeugwart-Stellvertreter und die Herren Franz Hohl, Karl Gölles und Anton Schellauf zu Hornisten gewählt werden.
Die Leihgebühr für den Mannschaftswagen wird von 1000 Kronen im Vorjahr auf 50000 Kronen erhöht, wovon 20000 Kronen dem Zeugwart zustehen. Bei eventueller Beschädigung des Wagens hat der Mieter für die Reparaturkosten aufzukommen.


1924 Die Generalversammlung am 13. Jänner 1924 bringt einige Veränderungen, sodass sich der Ausschuss nunmehr wie folgt zusammensetzt:

Hauptmann: Franz Karner
Hauptmann-Stv.: Franz Zaunschirm jun.
Zeugwart: Karl Hermann
Zeugwart-Stv.: Alois Fruhwirth
Kassier: Johann Hanfstingl
Kassier-Stv.: Franz Diemer
Schriftführer: Ignaz Suppan
Schriftführer-Stv.: Alois Zaunschirm
Steigerführer: Oswald Drögsler sen.
Steigerführer-Stv.: Karl Ladenstein
Spritzenführer: Karl Gölles
Spritzenführer-Stv.: Anton Löffler
Schlauchmannschaftsführer: Josef Hotter
Schlauchmannschf.-Stv.: Josef Wallner
Schutzmannschaftsführer: Franz Zaunschirm sen.
Schutzmannschf.-Stv.: Franz Schuster
Hornisten: Franz Hohl, Josef Walter, Anton Schellauf
Hornjunker: Franz Absenger

 

Es wird beschlossen, eine Motorspritze anzuschaffen und mit der Sammlung in der Bevölkerung zu diesem Zweck möglichst bald zu beginnen. Ferner soll das Rüsthaus mit elektrischen Licht versehen werden.

1925 Auf Antrag von Steigerführer Drögsler wird beschlossen, eine Brandwachegebühr zu bezahlen und zwar 5000 Kronen pro Mann und Tagesstunde, 10000 Kronen pro Stunde in der Nacht. Die Funktion des Zeugwart-Stv. wird nunmehr von Franz Widemschek bekleidet, der Alois Fruhwirth ablöst.
Die neue Motorspritze wird von der Firma Rosenbauer am 17. August zugestellt, die Weihe derselben findet am 30. August statt. Die in diesem Rahmen abgehaltene Schauübung wird erstmals als 2. Gautag (Bezirksfeuerwehrtag) deklariert (mit der steigenden Anzahl der Wehren im Bezirk wird bis 1930 die Zahl der Gautage von einem auf drei erhöht).

Zur Teilnahme an den Übungen mit der neuen Spritze wird jedes Mitglied verpflichtet. Wer unentschuldigt fernbleibt, soll laut Beschluss des Ausschusses aus der Wehr ausgeschlossen werden. Die Kosten der Spritze in Höhe von 7291,95 Schilling werden größtenteils durch Spenden aufgebracht.


1926 Herr Karl Suppan wird anläßlich der Generalversammlung am 3. Jänner als Hornist in die Wehr aufgenommen. Er wird später als Hauptmann über einige Jahre die Wehr führen. Der Unterstützungsbeitrag für 1926 wird auf 2 Schilling festgesetzt.
Den neuen Feuerwehrstatuten entsprechend, wird bei dieser Generalversammlung die Angelobung aller Mitglieder von Hauptmann Karner mittels Handschlag durchgeführt. Man beschließt, dem Antrag von Maschinführer Anton Löffler zu entsprechen und künftig jeweils am 1. Sonntag nach dem Florianitag eine Trauerfeier für die verstorbenen unterstützenden Mitglieder abzuhalten. Für das Begräbnis des Grundbesitzersohnes Josef Stephan in St. Stefan wird folgende Einteilung getroffen: Die Jäger treten als Leichen-, die Feuerwehrkameraden als Windlichtträger auf.

Der Bespannungsdienst wird wie folgt eingeteilt: Schuchlenz und Marbler, Thalmann und Müller, Lassl und Karner, Zaunschirm und Fruhwirth, Grabner und Staudacher. Diese Besitzer haben die Feuerbespannungsbereitschaft jeweils so lange inne, bis sie zu einem Brand durch Signal gerufen werden. Wenn der erstgenannte aus irgendeinem Grund verhindert ist, so muss der andere den Dienst übernehmen. Die Bereitschaft verbleibt jedoch bei einem Diensthabenden so lange, bis er einmal die Bespannung bei einem Brand besorgt hat. Zum Bereitschaftsdienst für die Motorspritze werden die Herren Franz Lukas, Anton Löffler, Oswald Drögsler und Karl Hermann verpflichtet.

Der Arzt Dr. Postl (in diesem Jahr auch zum Feuerwehr-Bezirks-Chefarzt gewählt) erklärt sich bereit, einen Verbandkasten für die Feuerwehr zusammenzustellen und die dazu nötige Mannschaft auszubilden. Man erwägt auch den Ankauf eines Rettungswagens für den Feuerwehrbezirk Kirchbach, weshalb man beschließt, von den Firmen Daimler in Wiener Neustadt und Steyr in Oberösterreich Kostenvoranschläge einzuholen.

Die Renovierung des Florianibildes in der Kirche wird von der Feuerwehr finanziert (Kosten: 35 Schilling). Die Motorspritze wird über den Winter wieder bei Herrn Anton Löffler untergebracht.

1927 Bei den Neuwahlen anlässlich der Generalversammlung am 6. Jänner werden sämtliche Kameraden in ihren Funktionen bestätigt. Neu hinzugekommen ist mit der Anschaffung der Motorspritze die Funktion des Motormaschinführers (Spritzenführer), in die die Kameraden Franz Lukas, Franz Zaunschirm, Anton Löffler und Karl Gölles gewählt werden. Ferner wird der Kamerad Karl Müller mit der Funktion des Hornjunkers betraut.
Die Gelöbnisscheine werden von allen Kameraden bei dieser Generalversammlung unterzeichnet. Der Unterstützungsbeitrag für 1927 wird auf 1,50 Schilling festgelegt.
Vom Bezirkskommando kommt die Empfehlung, Feuerwehrerkennungszeichen auch in Zivil zu tragen, um Feuerwehrkameraden jederzeit als solche erkennen zu können. In diesem Jahr soll die Motorspritze in der Gemeindekanzlei überwintern.

1928 Anläßlich der Generalversammlung am 6. Jänner treten die Herren Franz Schmid, Anton Lehr, Erwin Souresny und Johann Neubauer der Wehr bei. Herr Franz Diemer wird zum neuen Kassier, Josef Wallner zu seinem Stellvertreter gewählt. In Kirchbach findet in diesem Jahr auch die Firmung statt: die Feuerwehr übernimmt den Ordnungsdiest.

Mit der Gemeinde Zerlach wird wegen Abgabe von 2% der Steuern an die FF Kirchbach Rücksprache gepflogen. Im November feiert man den 40-jährigen Bestand der Wehr. Die offizielle Feier mit Dekorierung soll erst im nächsten Jahr stattfinden.

Im Dezember verfasst der Ausschuss ein Dankschreiben an Frau Oberpostverwalter Berta Miclaucic. Auf ihre Fürsprache hin wird das Postauto im Rüsthaus eingestellt, was der Feuerwehr 20,- S pro Monat an Mieteinnahmen bringt. Von diesem Betrag erhält der Zeugwart Karl Hermann 6,- Schilling monatlich.

1929 Der Übungseifer der Kirchbacher Feuerwehrkameraden scheint nicht der beste zu sein, wird doch bei der Generalversammlung am 6. Jänner folgender Beschluss gefasst: Alle Kameraden bis zu einem Alter von 45 Jahren, die bei drei aufeinanderfolgenden Übungen fehlen, haben ein Bußgeld von 10 Schilling zu entrichten. Fehlt jemand fünfmal hintereinander, so wird er aus der Wehr ausgeschlossen. Auch jene Kameraden, die das Bußgeld trotz dreimaliger Mahnung nicht bezahlen, werden ausgeschlossen. Veterinärinspektor Dr. Rudolf Hangl wird bei dieser Versammlung zum Schriftführerstellvertreter gewählt.


Am 13. und 14. Juli wird der 40-jährige Bestand der Wehr gefeiert. Ein mit Fahnen und Blumen geschmückter Ort erwartet die geladenen Persönlichkeiten und Vereine. Zwölf „Festjungfrauen" bereichern das Fest, als „Festdame" fungiert Frau Dellefant.

Der Programmablauf:


13.Juli abends:
Fackelzug mit Musik. Ständchen bei den Kameraden, die bereits seit der Gründung der Feuerwehr Kirchbach angehören. Es sind dies die Herren Bgm. Franz Zaunschirm, Hans Grabner, Georg Totter, Georg Margutsch, Johann Pucher und Franz Fruhwirth.

14. Juli:
5.00 Uhr: Weckruf mit Musik
8.00 - 9.00 Uhr: Empfang auswärtiger Vereine
9.00 Uhr: Festgottesdienst
11.30 - 13.00 Uhr: Festtafel
13.00 - 14.30 Uhr: Empfang auswärtiger Vereine
15.00 Uhr: Festzug auf den Ortsplatz, Aufstellung vor dem Kriegerdenkmal.

Maschinführer Karl Gölles begrüßt alle Feuerwehrkameraden und Festgäste, an der Spitze Bezirkshauptmann Dr. Payer mit Gemahlin und den Obmannstellvertreter des Landesfeuerwehrverbandes, Herrn Weilberg. Die anschließende Festrede hält Veterinärinspektor Dr. Rudolf Hangl. Bezirkshauptmann Dr. Payer nimmt nach einer kurzen Ansprache die Dekorierung langjähriger, verdienter Feuerwehrkameraden vor. Neben der Auszeichnung der oben erwähnten Gründungsmitglieder für 40-jährige Tätigkeit in der Feuerwehr werden die Herren Franz Mußbacher, Johann Schmid, Johann Rauch und Johann Zieserl für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Nach den Ansprachen von Herrn Weilberg und von Herrn Pfarrer Dr. Ottokar Talmann findet die offizielle Festveranstaltung mit einer Defilierung ihren Abschluss.

16.30 Uhr: Gartenfest mit verschiedenen Belustigungen. Finanziell bringt diese Veranstaltung wenig ein: Einnahmen von 841,34 Schilling stehen Ausgaben von 839,03 Schilling gegenüber, sodass ein Gewinn von 2,31 Schilling in der Vereinskasse verbleibt.

Der Ausschuss beschließt, jenen Personen, die sich bei dieser Veranstaltung besonders auszeichneten, ein Dankschreiben zukommen zu lassen: Frau Dr. Hangl, Frau Dir. Dellefant, Herrn Oberlehrer Mayer und seiner Gattin, Frau Schroll und ihren zwei Söhnen, Herrn und Frau Graf, sowie Herrn Karner und Frl. Paula Karner.

In diesem Jahr erwirbt die Feuerwehr auch zwei neue Kruckenspritzen. Eine wird in Glatzau beim Hause Pichler und eine in Maierhofen im Hause Haas vulgo Fastlmüller stationiert. Die Motorspritze kann laut einem Beschluss des Ausschusses gegen eine Leihgebühr von 20,- Schilling pro Stunde von den Landwirten zum Burgunderspritzen ausgeborgt werden. Für die Bedienungsmannschaft ist eine Gebühr von 2,- Schilling pro Stunde zu entrichten.

Der Kirchbacher Mechaniker Johann Moik wird bei der Bezirksverbandssitzung in Karner's Gasthaus zum Bezirkswart bestellt. Zur Überprüfung der Motoren soll er eine eigene Uniform erhalten.

1930 Die Generalversammlung am 6. Jänner bringt einige Veränderungen in der Vereinsführung: Die neu geschaffene Funktion des Maschinisten bekleidet Franz Lukas, als Maschinführer bzw. Spritzenführer fungieren nunmehr Anton Löffler, Franz Zaunschirm, Karl Gölles, Karl Hermann, Franz Hofer und Johann Moik. Auch die Funktion des Rottenführers wird neu eingeführt: Zum 1. Rottenführer wird Johann Veit, zum 2. Rottenführer Karl Hermann gewählt. In die ebenfalls neu geschaffene Position des Sanitätsführers wird Ignaz Suppan gewählt, ihm stehen die Sanitätsmänner Franz Löffler, Karl Hermann und Alois Haidinger zur Seite.
Die Kameraden Franz Hofer und Karl Hermann werden beauftragt, Benzin für die Motorspritze einzukaufen, vor dem Kauf jedoch Offerte einzuholen.

Herr Drögsler erhält den Auftrag, eine Sirene mit 2 km Hörweite zu montieren. Die Kosten dürfen ungefähr 350 Schilling betragen. Der Ausschuss kommt zu dem Schluss, dass Ausrückungen bei Elementarereignissen grundsätzlich kostenlos erfolgen. Eventuelle Spenden werden jedoch angenommen und unter der beteiligten Mannschaft verteilt.

1931 Anlässlich der Generalversammlung am 6. Jänner werden die Herren Richard Marbler, Hans König, Florian Rosenmaier und Josef Schellauf in die Wehr aufgenommen. Das für diesen Winter geplante Feuerwehrkränzchen wird wegen des Todes des Kameraden Hugo Grabner abgesagt. Der Maschinführer Karl Gölles meldet wegen Krankheit den Austritt aus der Wehr an. Die Wehrleitung kann ihn jedoch zum Verbleib überreden, indem sie ihn von seiner Funktion vorübergehend beurlaubt. Zwei neue Kruckenspritzen werden in den Häusern Peter Stoisser in Sauberg und Franz Mußbacher in Breitberg stationiert.
Dem „allseits geachteten und beliebten Gasthaus- und Realitätenbesitzer", Vizebürgermeister und Feuerwehrhauptmann Franz Karner bereitet die Feuerwehr am 1. Dezember, dem Vorabend zu seinem 70. Geburtstagsfest, eine Ehrung mit Fackelzug und Musik, bei welcher Hauptmannstellvertreter Franz Zaunschirm die Festrede hält.

Der Ausschuss beschließt in seiner Sitzung vom 6. Dezember, dass auch in diesem Winter das Feuerwehrkränzchen in Anbetracht der Wirtschaftskrise nicht abgehalten werden kann.

1932 Die Herren Karl Schuchlenz, Franz Trummer, Johann Puffer, Josef Wippel und Franz Macher werden in die Wehr aufgenommen. Am 26. Juni findet die Markterhebungsfeier statt.

Markterhebungsfeier

Die Feuerwehrkameraden treffen sich aus diesem Anlass am Vorabend um 19.30 Uhr im Gasthaus Karner. Um 20.00 Uhr marschiert man zur Totenehrung auf den Friedhof. An der Spitze dieses Zuges, dem sich neben allen Körperschaften und Vereinen des Ortes fast die gesamte Bevölkerung anschließt, marschiert die Feuerwehr. Nach der anschließenden Heldenehrung beim Kriegerdenkmal treffen sich die Feuerwehrkameraden im Gasthaus Staudacher. Am Sonntag, dem 26. Juni tritt die Feuerwehr vor dem Gerichtsgebäude zum Empfang der Ehrengäste, u.a. Unterrichtsminister und Landeshauptmann Univ.-Prof. Dr. Rintelen und Prälat Dr. Schellauf, an. Den Zug zum Festgottesdienst in die Pfarrkirche hat abermals die Feuerwehr die Ehre anzuführen. In diesem Jahr gibt es den Tod zweier Gründungsmitglieder zu beklagen, die das Feuerwehrgeschehen bis zu ihrem Tod wesentlich beeinflusst haben: Der Schriftführer des „Gründungs-Comites" und langjährige Hauptmann bzw. Hauptmannstellvertreter Hans Grabner (auch Bürgermeister von 1900-1910) und der langjährige Steigerzugsführer, Schlauchmannschaftsführer bzw. Schutzmannschaftsführer und Obmann-Stellvertreter des Feuerwehrbezirkes Kirchbach Franz Zaunschirm (Bürgermeister von 1910-1932) sterben im Oktober bzw. Dezember dieses Jahres.

Der Wehrhauptmann und bisherige Bürgermeisterstellvertreter Franz Karner wird Bürgermeister von Kirchbach.

1933 Die Funktion des Brandmeisters wird neu eingeführt. Die Wehrleitung setzt sich nach der Neuwahl anlässlich der Generalversammlung am 6. Jänner wie folgt zusammen:

Hauptmann: Franz Karner
Hauptmann-Stv.: Franz Zaunschirm jun.
Schriftführer: Ignaz Suppan
Schriftf.-Stv.: Josef Schellauf
Kassier: Franz Diemer
Kassier-Stv.: Josef Wallner
Zeugwart: Karl Hermann
Zeugwart-Stv.: Oswald Drögsler jun.
1. Brandmeister: Oswald Drögsler sen.
2. Brandmeister: Anton Löffler
3. Brandmeister: Josef Hotter
Ehrenbrandmeister: Karl Gölles
1. Rottführer: Franz Diemer
Stv.: Johann Grabner
2. Rottführer: Josef Hotter
Stv.: Karl Ladenstein
Maschinist: Franz Lukas
Maschinführer: Anton Löffler, Franz Zaunschirm, Franz Hofer, Karl Hermann
Hornisten: Anton Schellauf, Karl Suppan,
Sanitätsführer: Karl Hermann
Sanitätsmänner: Ignaz Suppan, Franz Löffler, Alois Haidinger
Ersatzmänner: Anton Löffler, Richard Marbler, Hans König, Karl Suppan
1. Löschzug:
Franz Diemer, Richard Marbler, Oswald Drögsler jun., Anton Schellauf, Jakob Muhr, Johann Ladenstein, Alois Haidinger, Franz Maier.
2. Löschzug:
Josef Hotter, Karl Ladenstein, Karl Schuchlenz, Karl Suppan, Johann König, Johann Puffer, Johann Neubauer, Franz List, Johann Moik, Josef Wippel.
Neu aufgenommene Kameraden: Hans Wergles, Franz Fruhmann.


Die Eröffnung der Landesfeuerwehrschule in der Traungauergasse in Graz wird in diesem Jahr gefeiert. Schon bald darauf finden sich die ersten Kirchbacher zu Schulungen ein.

1934 Die Herren Franz Steinwender, Johann Veit und Anton Fuchs werden neu in die Wehr aufgenommen. Der Ankauf einer neuen Motorspritze ist geplant. Die Sammlung in der Bevölkerung für diesen Zweck wird im April durchgeführt. Diese neue Spritze, welche die Wehr im Herbst erhält, wird in den Wintermonaten im Gemeindeamt untergebracht, die alte bewahrt Herr Hotter zuhause auf, während die alte Handdruckspritze in die Ortschaft Glatzau gegeben wird.

1935 Neu aufgenommenes Mitglied: Johann Graßmugg. Im Frühjahr soll eine Schauübung abgehalten werden. Jeder Kamerad wird verpflichtet, an den vorbereitenden Übungen teilzunehmen. Hauptmann Karner appelliert in diesem Zusammenhang an die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrkameraden:

„Die Übungen haben nicht nur den Zweck, bei Schauübungen gut abzuschneiden, sondern die Mannschaft für den Brandfall schlagkräftig zu machen. Wir müssen endlich so weit kommen, dass jeder Feuerwehrmann im Ernstfall weiß, was er zu tun hat. Übergriffe, dass im Fall eines Brandes ein einzelner Mann ins Rüsthaus eilt, ein Stück von einem Löschgerät erwischt und damit zum Brandplatz eilt oder direkt von seiner Behausung zum Brandplatz läuft und dort genauso wenig unternehmen kann wie die übrigen Zuschauer, müssen künftighin vermieden werden. Es ist höchste Zeit, dass auch bei uns endlich die Einheitsfeuerwehr durchdringt. Wie diese Neuerungen aussehen, ist durch die Schulung, die ich unlängst abhielt und durch die letzten Übungen bereits bekannt. Kameraden, ich hoffe auf eure Unterstützung, denn wir wollen nicht die letzte Wehr im Bezirke sein!"

Die letzte Rate für die 1934 gekaufte Motorspritze wird am 22. November bezahlt. Beide Spritzen verbleiben diesmal auch über den Winter im Rüsthaus.

Die Unfallversicherung beträgt 57 Groschen pro Mann und wird aus der Vereinskassa bezahlt. Vom Bezirkskommando ergeht die Weisung, dass in Hinkunft die Vereine des Bezirkes bei Festlichkeiten folgende Aufstellung einzuhalten haben: Kirchbach (gegründet 1888), Manning (1889), St. Stefan (1894), Ziprein (1901), Jagerberg (1902), Unterlabill (1906), Glojach (1908), Seibuttendorf (1908), Kleinfrannach (1909), Maggau (1923), Aschau (1926), Breitenbuch (1926), Grasdorf (1927), Wetzelsdorf (1928), Lichendorf (1928) und Schwarzau (1933).

1936 Die Neuwahl anläßlich der Generalversammlung am 6. Jänner bringt folgende Änderungen:

2. Hauptmann-Stellvertreter: Oswald Drögsler sen.
1. Brandmeister: Anton Löffler
2. Brandmeister: Josef Hotter
3. Brandmeister: Franz Diemer (dieser bleibt auch Kassier)
1. Rottführer: Richard Marbler
2. Rottführer: Johann Veit, Karl Ladenstein
Schriftführer: Josef Schellauf
Schriftführer-Stv.: Hans Wergles

Dem scheidenden Schriftführer Ignaz Suppan, der diese Funktion seit 1919 ausgeübt hat, wird ein Ehrendiplom der Marktfeuerwehr Kirchbach überreicht.
Im April beschließt der Ausschuss, über die Sommermonate einen Bereitschaftsdienst aufzustellen. Dieser hat aus einem Motorführer und aus zwei bis drei Mann zu bestehen.

In diesem Jahr wird auch die Buchführung der Feuerwehren vereinheitlicht. Die Wehr kauft acht Geschäftsbücher, den neuen Richtlinien entsprechend, an und beauftragt Herrn Wergles mit der Anlegung dieser Bücher. Auf Antrag von Herrn Josef Schellauf wird Herr Hans Wergles mit der Funktion des Schriftführers betraut.

Am 14. Oktober stirbt Franz Karner im 76. Lebensjahr. Der äußerst beliebte Feuerwehrkommandant prägte nicht nur jahrzehntelang das Geschehen in der Feuerwehr Kirchbach und im Feuerwehrbezirk Kirchbach, sondern widmete seine Energie und Schaffenskraft unter anderem auch der Kommunalpolitik. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Stationen seines Wirkens im Dienste der Öffentlichkeit:

· 1898: Beitritt zur FF Kirchbach
· 1899: Hauptmann-Stellvertreter
· 1901: Hauptmann
· 1902: Obmann-Stellvertreter des Feuerwehrbezirkes Kirchbach
· 1910: Obmann des Feuerwehrbezirkes Kirchbach
· 1932: Bürgermeister der Marktgemeinde Kirchbach


Am 13. Dezember beschließt der Ausschuss, Herrn Hauptmann-Stv. Franz Zaunschirm für die Wahl zum Hauptmann vorzuschlagen.

1937 Hauptmannstetlvertreter Franz Zaunschirm eröffnet die Generalversammlung der „Freiwilligen Feuerwehr und Rettungsabteilung Kirchbach" am 6. Jänner mit einem Gedenken an den verstorbenen Wehrführer Franz Karner und schließt dieses mit einer Trauerminute ab. Die anschließende Neuwahl bringt folgendes Ergebnis:

Hauptmann: Franz Zaunschirm (einstimmig)
1. Hauptmann-Stv.: Oswald Drögsler sen.
2. Hauptmann-Stv.: Anton Löffler
Neu aufgenommene Mitglieder: Franz Lammer, Josef Petersonigg, Franz Rudolf.

Der Leitmann der Sanität, Herr Karl Hermann spricht Herrn Dr. Wolf den Dank für die vorbildliche Ausbildung der Sanitäter aus. Alle Feuerwehrkameraden sind sich darin einig, dass die Sanitäter die Elitetruppe innerhalb der Wehr sind.
In der Ausschusssitzung am 7. Februar wird u.a. beschlossen, Hugo Hermann, dem Sohn des Zeugwartes, für das Ansagen von wichtigen Ereignissen 1 Schilling als Anerkennung zu bewilligen. Der 13-jährige Knabe wird später über viele Jahre hinweg das Feuerwehrgeschehen als Hauptmann bestimmen.

Die politischen Wirren dieser Zeit dringen auch in die Feuerwehr. Befürworter und Gegner des Nationalsozialismus liegen einander in den Haaren, was letztlich mit dem Rücktritt maßgeblicher Feuerwehrfunktionäre, u.a. Hauptmann Franz Zaunschirm, aus ihren Ämtern endet. Das auslösende Moment für den Rücktritt des Wehrführers ist seine Niederlage bei der Wahl des Bezirksfeuerwehrführers: Zum Nachfolger des Kirchbachers Franz Karner wird Alexander Drögsler aus St. Stefan gewählt.

Bürgermeister LAbg. Josef Wallner (der Kassier-Stellvertreter der Feuerwehr Kirchbach ist der Nachfolger Franz Karners im Amte des Bürgermeisters) beruft daraufhin für den 7. März eine außerordentliche Generalversammlung ein. Bei dieser Versammlung wird auch der Austritt aus dem Feuerwehrverband in Erwägung gezogen. Bgm. Wallner weist jedoch darauf hin, dass nach dem Austritt aus dem Verband auch keine finanziellen Zuwendungen seitens des Landes mehr erfolgen könnten. Der ebenfalls zurückgetretene Hauptmann-Stellvertreter Oswald Drögsler sen. berichtet in der Folge über die Gründe seines Rücktritts. Er spricht sich ebenfalls für den Verbleib im Verband aus. Bgm. Wallner dankt Herrn Drögsler für seine langjährige verdienstvolle Tätigkeit in der Feuerwehr und regt an, ihm dafür eine Ehrung zuteil werden zu lassen, nämlich die Ernennung zum Ehrenhauptmann, was in der Folge auch einstimmig beschlossen wird. Der Bürgermeister schlägt vor, Herrn Franz Diemer zum Hauptmann zu wählen, was bei den Feuerwehrkameraden begeisterten Beifall auslöst. Nach längerer Debatte erklärt sich Herr Diemer bereit, das Amt anzunehmen, wofür ihm alle anwesenden Feuerwehrkameraden danken. In der Folge wird die Wahl der weiteren Funktionäre vorgenommen. Die Wehrleitung setzt sich nunmehr folgendermaßen zusammen:

Hauptmann: Franz Diemer
1. Hauptmann-Stv.: Anton Löffler
2. Hauptmann-Stv.: Josef Hotter
Brandmeister: Johann Trummer, Oswald Drögsler jun.
Rottführer: Johann Veit, Karl Ladenstein, Johann Neubauer, Franz Hönigmann, Anton Schellauf, Richard Marbler
Kassier: Josef Schellauf
Kassier-Stv.: Karl Suppan
Schriftführer: Hans Wergles
Schriftf.-Stv.: Richard Marbler
Zeugwart: Karl Hermann
Zeugwart-Stv.: Franz Löffler
Feuerwehrarzt: Dr. Otto Wolf
Leitmann: Franz Rudolf
Maschinenmeister: Johann Moik, Hans Wergles

Bgm. Wallner dankt allen neugewählten Funktionären für die Annahme ihrer Ämter und ersucht alle, treu zusammenzuhalten. Hauptmann-Stv. Josef Hotter dankt Herrn Bürgermeister Wallner für seine stets ersprießliche Arbeit zum Wohle der Feuerwehr. Auch heute habe er wieder bewiesen, dass ihm die Feuerwehr am Herzen liege.

Der Ausschuss trifft sich bereits 2 Tage später, am 9. März, zu einer Sitzung, bei der beschlossen wird, den Florianigottesdienst auch heuer wieder abzuhalten. Die Kosten für die Musik werden wie bisher unter den teilnehmenden Wehren der Pfarre aufgeteilt. Mit der Organisation dieser Festlichkeit wird Hauptmann-Stellvertreter Anton Löffler betraut.

Herrn Franz Zaunschirm wird angesichts seiner großen Verdienste um die Feuerwehr die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Eine entsprechende Urkunde soll ihm übermittelt werden.

Die Bezirkshauptmannschaft Feldbach beauftragt die Gemeinde, eine jährliche Feuerbeschau abzuhalten und auch zu kontrollieren, ob allfällige Beanstandungen beseitigt werden, da schadhafte bzw. mangelhaft ausgeführte Kamine und Heizanlagen landesweit zu einer Vielzahl von Bränden führen. In der Gemeinde Kirchbach werden bei den folgenden Feuerbeschauen vorwiegend die hölzernen Fleischselchtüren beanstandet. Diese müssen nunmehr innen mit Blech beschlagen werden.


 

Anschluss und 2. Weltkrieg - 1938 bis 1944

 

1938 Mit der Eingliederung Österreichs ins Deutsche Reich ändert sich auch in der Feuerwehr einiges: Bei der Generalversammlung am 31. Juli wird Franz Zaunschirm wieder einstimmig zum Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Kirchbach gewählt. Da der Gewählte bei der Sitzung nicht anwesend ist, wird er vom Bürgermeister von seiner Wahl schriftlich verständigt. In diesem Schreiben bittet ihn der Bürgermeister, das Amt anzunehmen und stattet ihn „mit allen Vollmachten zwecks Neuregelung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchbach" aus. Herr Zaunschirm nimmt die Wahl jedoch nicht an.

Da die Feuerwehr jetzt ohne Wehrführer ist, ergeht am 20. August an den Bürgermeister ein Schreiben des „Bezirks-Wehrführers" Alexander Drögsler, worin er ihn auffordert, bis längstens 28. August einen Dreiervorschlag für die Stelle des Wehrführers und dessen Stellvertreters zu erstellen, worauf der Bezirks-Wehrführer, also Herr Drögsler, die Ernennung vornehmen werde. Ferner weist er in diesem Schreiben darauf hin, dass der Wehrführer innerhalb eines Jahres die Prüfung abzulegen und der Wehrführer-Stellvertreter den Übmeisterkurs zu besuchen habe.

Der Bürgermeister teilt dazu in einem Schreiben an den Bezirks-Wehrführer mit, dass die Gemeinde in der anberaumten Frist nicht in der Lage sei, diesem Ansuchen nachzukommen, jedoch nach einer Lösung dieser lokalen Frage ehestens Bescheid gegeben werde. Am 7. Oktober ergeht an Herrn Oswald Drögsler jun. folgendes Schreiben des Bürgermeisters:

Mit Wirksamkeit vom 1. Oktober 1938 ernenne ich Sie hiermit zum kommissarischen Wehrführer der Freiwiligen Feuerwehr Kirchbach. Sie werden somit beauftragt, die Organisationsarbeit in der freiwilligen Feuerwehr von Kirchbach sofort aufzunehmen.

Herr Drögsler will die Stelle nicht annehmen, da er in seinem Beruf und in seiner Position als Fürsorgewart mit Arbeit überlastet sei. Seine Einwendungen werden jedoch seitens der Gemeindevertretung nicht zur Kenntnis genommen. In einem weiteren Schreiben wird ihm mitgeteilt, dass gemäß der deutschen Gemeindeordnung ausschließlich die Gemeinde zu entscheiden habe, ob ein wichtiger Grund zur Ablehnung vorläge.

Die deutsche Gemeindeordnung sehe auch vor, dass einem Bürger, der eine ehrenamtliche Tätigkeit ohne wichtigen Grund ablehnt, eine Buße bis zu 1000 Reichsmark auferlegt werden und ihm auch das Bürgerrecht bis zu einer Dauer von sechs Jahren aberkannt werden könne. Herr Drögsler nimmt daraufhin die Stelle des Wehrführers an. Dem Bezirks-Wehrführer, Herrn Alexander Drögsler, dem Bruder des neu ernannten Wehrführers, wird daraufhin von der Gemeinde dessen Ernennung mitgeteilt mit dem Ersuchen, diese zu bestätigen, da infolge des Zerfalls der Wehr die Erstattung eines Dreiervorschlages nicht möglich sei.

1939 Die Feuerwehr zeigt Auflösungserscheinungen. Bei einem Brand am Dreikönigstag in Kittenbach erscheinen einschließlich Wehrhauptmann Drögsler zwei Feuerwehrmänner und zwei Rettungsmänner am Brandplatz. Nachdem sich die Feuerwehr auch an einer Sammlung am „Tage der Deutschen Polizei" nicht beteiligt und bei einer Alarmübung ebenfalls nur vier Mann erscheinen, ein Feuerschutz in Kirchbach also nicht mehr gegeben scheint, beschwert sich der Landesinspektor Ing. Wippler schriftlich beim Bürgermeister. In diesem Beschwerdeschreiben äußert er auch die Vermutung, dass „sich die wohlhabenden Bürger absichtlich dem Feuerwehrdienste fernhalten mit der besonderen Begründung, dass sie ihr Hab und Gut versichert hätten". Es sei daher kein Wunder, dass Wehrführer Drögsler am 26. Jänner abgedankt habe.
Bürgermeister Lehr reagiert auf diese Vorwürfe mit einer Kundmachung, in der er vor allem die Bespannungsdienste für die Feuerwehr neu ordnet.

Zum Nachfolger von Oswald Drögsler als Wehrführer wird Franz Rudolf bestellt. Da dieser jedoch schon im April dieses Jahres zur Wehrmacht einrücken muss, führt sein Stellvertreter Franz Hönigmann die Wehr.

1940 Das Vermögen und der gesamte Besitz der „früheren Freiwilligen Feuerwehr Kirchbach" wird in die Obhut der Gemeinde übernommen. Bürgermeister Dipl.-Ing. Hans Grabner richtet einen Appell an die Bevölkerung, besonders auch an die noch nicht Militärpflichtigen und an die älteren Jahrgänge, sich aktiv der Feuerwehr zur Verfügung zu stellen. Die Kirchbacher erklären sich dazu bereit, fordern jedoch das Weiterbestehen der Feuerwehr auf freiwilliger Basis und lehnen die Schaffung einer von höheren Stellen geforderten Pflichtfeuerwehr, der alle Menschen zwischen dem 17. und 55. Lebensjahr angehören müssten, ab.

Franz Hönigmann sieht sich durch anderweitige Verpflichtungen nicht in der Lage, die Wehr weiterhin zu führen und schlägt Franz Zaunschirm zur Bestellung zum Wehrführer vor. Der Landrat in Feldbach nimmt diese Ernennung mit 29. Jänner vor. Wehrführer Franz Zaunschirm gelingt eine Reaktivierung der Wehr: Er kann noch in diesem Jahr mehrere Übungen mit ca. 40 teilnehmenden Kameraden abhalten. Durch laufende Einberufungen zum Kriegsdienst wird der Ausbildungsstand der Feuerwehr jedoch wesentlich beeinträchtigt.

1941 Der Bürgermeister sieht sich daher gezwungen, Verpflichtungen zum Beitritt zur „freiwilligen" Feuerwehr vorzunehmen. Wehrführerstellvertreter Franz Diemer übermittelt dem Bürgermeisteramt der Marktgemeinde Kirchbach eine Liste von Volksgenossen, die zum Eintritt in die Feuerwehr aufzufordern und für Übungen stellig zu machen sind.
Wehrführer Zaunschirm richtet an den Bürgermeister die Bitte, auch die Hitlerjugend für den Feuerwehrdienst zu verpflichten. Der Landrat in Feldbach fordert die Gemeinde auf, Brandwachen, besonders während der Nacht, zur Bekämpfung feindlicher Brandbomben aufzustellen.

Die Feuerwehr bemüht sich um Subventionen zur Anschaffung des ersten Kraftfahrzeuges in der Geschichte der Wehr. Der Reichsstatthalter der Steiermark verspricht eine Beihilfe von 5000 Reichsmark.

1943 Die Zuteilung dieses Kraftfahrzeuges der Marke „Mercedes Benz", ausgestattet mit einem 6-Zylinder-Vergasermotor mit einer Leistung von 60 PS und ausgerüstet mit allem „erforderlichen Sonderzubehör" erfolgt im Frühjahr des Jahres. Die Kosten belaufen sich auf 5.253,- Reichsmark. 10 Liter Treibstoff für die Überstellung nach Kirchbach sind dennoch schwer aufzutreiben. Gemeinde, Landrat und die Lieferfirma Konrad Rosenbauer in Wien streiten darum, wer für die Aufbringung dieser Treibstoffmenge zuständig sei.

Der Brandeinsatz beim Kaufhaus Bierbauer am 20. März fordert vier Verletzte:

Franz Zaunschirm
Josef Hotter
Josef Wallner
Karl Friedrich


Da die Feuerwehr auch bei Fliegerangriffen auf Graz zum Einsatz kommen soll, erweist es sich als notwendig, eine neue Sirene anzuschaffen. Diese bestellt der Bürgermeister bei der Fa. Graßmayr in Innsbruck. Es handelt sich dabei um die Type „Traude" zu einem Preis von 503,- Reichsmark.

1944 Die Personalnot in der Feuerwehr wird infolge der Einberufung von Wehrmitgliedern zum Kriegsdienst immer größer: Mit Schreiben des Landrates vom 13. Oktober werden die Herren Hans Grabner, Johann Moik d. A. und d. J., Jakob Muhr, Johann Neubauer, Franz Praschk, Anton Schellauf, Franz Zach und Franz Zaunschirm zum „langfristigen Notdienst" verpflichtet und der Einsatzgruppe der Feuerwehr Kirchbach für den überörtlichen Einsatz zur Dienstleistung zugewiesen. Tragisches Detail: Johann Neubauer, der Vater unseres heutigen Wehrmitgliedes, muss in den letzten Kriegstagen trotzdem einrücken und fällt.

Kirchbacher Frauenfeuerwehr
Der 2. Weltkrieg ist auch der Anlass zur Aufstellung einer „Kirchbacher Damenfeuerwehr". Ende dieses Jahres beruft Wehrführer Franz Zaunschirm einige Kirchbacher Frauen zum Feuerwehrdienst ein. Diese führen Übungen durch und fassen teilweise auch Feuerwehrkappen und Overalls aus. Es handelt sich dabei um die Damen Maria Erkenger (heute Hammer), Hermine Graßmugg (heute Krempl), Agnes Krameritsch, Gertraud Lehr (heute Grasmugg), Maria Löffler (die Schwester unseres Feuerwehrkameraden Ferdinand Löffler), Adele Müller, Christl Wilfling (heute Steininger) und Christine Wurzinger, ferner Maria Ambros („Marbler-Mitzerl"), Maria Fürnholzer, Maria Hammer und die Lehrerin Elisabeth Prager. In Anbetracht der Umstände sind die Übungen recht lustig und stellen für manche dieser Damen noch heute eine angenehme Erinnerung dar.

 

Zu Kriegsende hat ein Kirchbacher die größten Schwierigkeiten, den einrückenden russischen Soldaten, die bei ihm einen militärisch aussehenden Overall gefunden hatten, zu erklären, dass nicht er Soldat, sondern seine Angestellte Feuerwehrmann gewesen war.

Gefallenen Kameraden 1939-1945

  • Josef Dunkl
  • Franz Praschk jun.
  • Richard Hotter
  • Franz Rudolf
  • Franz Löffler
  • Alois Ulrich
  • Johann Neubauer sen
  • Hans Wergles

 

Ein neuer Anfang - 1945 bis 1949

 

1945 In diesem Jahr ruht die Tätigkeit der Feuerwehr fast vollständig: Das Löschfahrzeug inklusive Ausrüstung im Wert von ca. 80.000,-S und der gesamte Bestand an Bekleidung, sowie mehr als die Hälfte des Schlauchbestandes werden von den Besatzungsmächten beschlagnahmt. Die 1943 mit dem Auto angekaufte Pumpe samt Anhänger bleibt allerdings erhalten.
Fast alle Kameraden des ausgebildeten Standes sind aus der Wehr ausgetreten, der bescheidene Mitgliederstand von 6 Mann veranlasst Bürgermeister Josef Wallner, zwei Löschgruppen zu einer Feuerwehrübung einzuberufen, um für den Brandfall einigermaßen gerüstet zu sein.

Gruppe 1:
Gruppenführer Karl Suppan, Hans Krameritsch, Hans Raggam, Franz Ritter, Hans Larisegger, Josef Klug jun., Gottfried und Sepp Schuchlenz, Sepp Hotter, Toni Stangl, Josef Krisper

Gruppe 2:
Gruppenführer Anton Marbler, Johann Moik, Leopold Weinhandl, Konrad Marbler, Hans Grießl, Josef Muhr, Karl Hermann jun., August Pierer, Erich Lassl, Franz Reicht, Alois Stix, Otto Wurzinger

1946 Mit 6. Jänner beginnen die Aufzeichnungen im Übungsbuch. Herr Josef Hotter steht nun der Wehr als (prov.) Hauptmann vor. Bürgermeister Josef Wallner beantragt beim Bezirkskommando Feldbach die Zuweisung eines Autos, wobei er die Finanzierung seitens der Gemeinde zusichert.
Am 14. Oktober teilt Hauptmann Josef Hotter dem Bürgermeister schriftlich seinen Rücktritt mit und gibt gleichzeitig seinen Austritt aus der Wehr bekannt, da er sich von Feuerwehrmitgliedern im Stich gelassen fühlt. Bürgermeister Wallner bittet daraufhin Hotters Stellvertreter Johann Moik die Feuerwehrgeräte instand zu halten und bei Ausbruch eines Feuers das Kommando zu übernehmen.

1947 Er erlässt auch einen Aufruf an die Bevölkerung, der Feuerwehr beizutreten und beruft für 12. Jänner eine Versammlung zur Neukonstituierung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchbach ein.

Die Herausgabe eines neuen Feuerwehrgesetzes und die landesweite Neuorganisation der Freiwilligen Feuerwehren erfolgt erst 1950. Alle ernannten oder gewählten Feuerwehrfunktionäre sind bis dahin nur provisorisch installiert. Es gibt z.B. nur einen prov. Hauptmann, einen prov. Bezirkskommandanten usw.

Folgende Herren folgen diesem Aufruf und beteiligen sich in der Folge aktiv oder unterstützend am Aufbau:

· Anton Marbler, Kirchbach 25
· Johann Moik, Kirchbach 103
· Alois Stix, Maierhofen 8
· Karl Suppan, Kirchbach 21
· Hans Krameritsch, Kirchbach 100
· Johann Larisegger, Kirchbach 1
· Anton Stangl, Kirchbach 11
· August Pierer, Glatzau 33
· Konrad Marbler, Kirchbach 37
· Franz Reicht, Kirchbach 65
· Anton Lehr, Kirchbach 25
· Josef Krisper, Kirchbach 23
· Dipl.-Ing. Hans Grabner, Kirchbach 66
· Karl Hermann, Kirchbach 63
· Richard Marbler, Kirchbach 48
· Bruno Verderber, Kirchbach 3
· Franz Lammer, Kirchbach 9
· Alfred Zaunschirm, Kirchbach 15
· Walter Zaunschirm, Kirchbach 55
· Leopold Weinhandl, Kirchbach 22
· Josef Hotter jun., Kirchbach 22a
· Dir. Franz Schäfer, Kirchbach 31
· Johann Praschk, Kirchbach 42
· Josef Klug, Kirchbach 71
· Johann Raggam, Kirchbach 32
· Dr. Otto Wolf, Kirchbach 24

Am 19. Jänner wird die 1. Generalversammlung im Gasthaus Pichler abgehalten. Herr Hauptschuldirektor Franz Schäfer, der vor seiner Versetzung nach Kirchbach bereits Wehrhauptmann von Stubenberg war, wird zum (prov.) Hauptmann, Herr Anton Lehr zu seinem Stellvertreter, Herr Richard Marbler zum Schriftführer und Herr Hans Krameritsch zum Maschinenmeister (Brandmeister) gewählt. Als Feuerwehrarzt fungiert Herr Dr. Otto Wolf. Die Feuerwehr-Rettungsabteilung wird aufgelassen, da nunmehr eine örtliche Rettungsstelle des österreichischen Roten Kreuzes besteht.

Im Mai kehrt der 1939 beigetretene Kamerad Ferdinand Löffler aus Kriegsgefangenschaft heim. Der Jahresvoranschlag 1947 sieht einen Aufwand von 7.670,-S vor, der hauptsächlich zur Wiederinstandsetzung des Rüsthauses, des Steigerturmes und der Geräte vorgesehen ist.

Die Einteilung von Bespannungsdiensten wird wieder geregelt, da das angeforderte Feuerwehrauto noch nicht zur Verfügung steht. Der Gemeinderat beschließt, dass ein neues Feuerwehrauto auch für Schottertransporte zur Verfügung stehen müsse, da es von der Wehr allein ohnehin nicht ausgenützt werden könne. Dieses Ansinnen stößt jedoch bei den Feuerwehrmitgliedern auf wenig Verständnis. (Prov.) Hauptmann Dir. Schäfer und sein Stellvertreter Anton Lehr werden nun verstärkt aktiv und drängen beim (prov.) Bezirkskommandanten Dir. Emil Zöbel auf baldige Zuweisung eines den Aufgaben der Feuerwehr gerecht werdenden Kraftfahrzeugs. Um die Gemeinde bei der Finanzierung dieses Feuerwehrautos unterstützen zu können, veranstaltet die Feuerwehr Theateraufführungen.

Bei der Fa. Rosenbauer wird eine neue Motorspritze R 7 zum Preis von 3400,-S bestellt. Die Lieferung verzögert sich jedoch und kann in diesem Jahr nicht mehr erfolgen.

Im Dezember wird der Wehr vom Bezirksverband Feldbach ein Auto zugewiesen, die Übernahme desselben wird aber abgelehnt, da er sich in einem desolaten, nicht fahrbereiten Zustand befindet.

1948 Johann Froschhauser tritt am 6. Jänner der Wehr bei. Am Sonntag, dem 2. Mai wird das Florianifest gefeiert, wie es früher immer gefeiert worden ist, nämlich mit Kirchgang, Gefallenenehrung und anschließender Festmusik im Gasthaus Pichler.


Am 9. Juli wird ein Feuerwehrauto um 5.580,-S gekauft. Es handelt sich um einen Dodge 750 mit angebauter Seilwinde, aus alliierten Wehrmachtsbeständen stammend Dieses neue Fahrzeug bewährt sich zusammen mit der 1943 erstandenen Pumpe samt Anhänger nicht nur bei Brand-, sondern dank der Seilwinde vor allem bei Autohilfseinsätzen. Die Feuerwehr Kirchbach ist also nicht mehr ausschließlich eine Feuerlöschtruppe, sondern erweist sich den aus zunehmender Technisierung resultierenden Aufgaben als gewachsen.

Die Fa. Rosenbauer teilt mit, dass die 1947 bestellte Motorspritze nach der Grazer Herbstmesse geliefert werden könne. Die Wehrleitung teilt jedoch der Lieferfirma mit, dass infolge anderer wichtiger Ausgaben die Bestellung storniert werden müsse. Die vordringlichste dieser Aufgaben ist ein völliger Neubau des Steigerturms, der vom Landesfeuerwehrinspektorat für baufällig erklärt wird. Subventionen seitens des Landes sind nur zu erwarten, wenn dieser nach modernen Feuerwehrgrundsätzen neu errichtet wird. Die hohen Kosten dieses Vorhabens ermöglichen die Ausführung jedoch erst einige Jahre später. Am 26. Dezember tritt Rupert Pucher der Wehr bei.

1949 Franz Steinwender wird am 6. Jänner aufgenommen. Am 4. August kehrt das bereits 1939 aufgenommene Feuerwehrmitglied Hugo Hermann als letzter Kirchbacher aus russischer Kriegsgefangenschaft heim.


Am 18. September feiert man, verspätet, den 60-jährigen Bestand der Wehr. Aus diesem Anlass wird auch der 1. Bezirksfeuerwehrtag in Kirchbach abgehalten. Bereits in der Woche vorher wird der Ort mit Blumen geschmückt, das Feuerwehrauto, das im Rahmen dieser Veranstaltung geweiht wird, wird neu gespritzt und erstrahlt jetzt in feuerwehrrot anstelle des „militärgrau". Auch die neu restaurierte und lackierte Spritze soll im Rahmen dieser Feierlichkeiten geweiht werden.

Als Patinnen fungieren Frau Maria Wallner (Spritze) und Frau Maria Zaunschirm (Auto). Am Vorabend, dem 17. September, wird ein Fackelzug zur Heldenehrung durchgeführt. Der folgende Sonntagmorgen beginnt mit einem Weckruf der Marktmusikkapelle Kirchbach und dem Empfang auswärtiger Wehren. Nach der Feldmesse mit Fahrzeug bzw. Spritzenweihe und anschließender Defilierung zeigt die FF Kirchbach eine Schauübung. Nach der Auszeichnung verdienter Mitglieder findet die abschließende Delegiertensitzung im Gasthaus Pichler statt.

An beiden Tagen wird ein Volksfest veranstaltet, das sich über alle Gasthäuser Kirchbachs erstreckt: 4 Musikkapellen spielen auf, im Ort bieten Standeln ihre Waren feil, Würstel- und Likörstände sorgen neben der Wirtshausbetreuung für das leibliche Wohl der Bevölkerung.

Die Benzinknappheit macht der Wehr zu schaffen: Zwei Bergungen von LKW’s können nicht durchgeführt werden, da sich im Tank des Dodge gerade soviel Benzin befindet, dass es für einen eventuellen örtlichen Brand reichen würde. (Prov.) Hauptmann Stv. Anton Lehr hilft der Feuerwehr immer wieder mit seinen privaten Benzinmarken aus, jedoch schuldet ihm die Feuerwehr im Dezember bereits Marken für 155 Liter Treibstoff. (Prov.) Hauptmann Schäfer ersucht daher den (prov.) Bezirkskommandanten Dir. Zöbel um verstärkte Zuweisung von Benzinmarken.

Der Ankauf von 21 Übungsuniformen, 12 Übungsmänteln und 22 Ausgangsuniformen beendet die jahrelange Bekleidungsmisere.


 

Die neu organisierte FF Kirchbach - 1950 bis 1987

 

1950 Das Feuerwehrauto wird mit einem zweitönigen Signalhorn ausgestattet. Über Auftrag der Gemeinde muss die Feuerwehr die Motorpumpe R5 für Straßenarbeiten zur Verfügung stellen und erhält sie desolat und nicht mehr reparaturfähig zurück, weshalb die Schlagfähigkeit wesentlich beeinträchtigt ist. Mit der verbleibenden einen Pumpe können laut Bericht von Hauptmann Schäfer an die Gemeinde folgende Objekte nicht mehr erreicht werden: Die Gehöfte westlich und nördlich von vulgo Broatschneider, alle Berggehöfte von Obergleisbach, alle Anwesen in Untergleisbach, das Anwesen vulgo Feldlenz, die nördlichen Gehöfte von Glatzau und die Berggehöfte von Maierhofen. Erschwerend kommt noch dazu, dass die Löschwasserversorgung zur Zeit nicht in ausreichendem Maße gegeben ist. Der Pfarrerteich und der Staudacherteich sind verschlammt, die Löschwasserstelle bei Karner-Zaunschirm fällt aus, da eine Zuleitung vom Fruhwirthteich nicht mehr möglich ist.

Als Lösung der Probleme schlägt Hauptmann Dir. Schäfer vor, den Schagabach an mehreren Stellen zu stauen und die Löschwassersperrstelle bei Karner-Zaunschirm instandsetzen zu lassen. Die abseits liegenden Besitzer sollen angehalten werden, gemeinsam Löschwasserbezugsstellen anzulegen. Auch die Anschaffung einer kleinen tragbaren Motorspritze ist geplant.

1951 Der Vorschlag von Dir. Schäfer findet die Zustimmung der Gemeinde und des Landes. Der Pfarrerteich wird entschlammt, am Bach werden zwei Sperren eingebaut. An der Stelle des Staudacherteiches soll in absehbarer Zeit ein Löschwasserbehälter errichtet werden, welcher der Bevölkerung gleichzeitig als Schwimmbad zur Verfügung stehen könnte.

Seit 1. Jänner dieses Jahres ist Herr OSR. Alois Stranzl, Mitglied der Wehr. Die Kameraden Hans Schuchlenz und Karl Süßmaier treten Mitte des Jahres der Wehr bei.


In diesem Jahr wagt man sich an den Umbau des Rüsthauses mit Neuerrichtung des Steigerturmes. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 65.000,-S, an Subventionen gehen vom Land 20.000,-S, vom Feuerwehrinspektorat 13.000,-S ein. Landesrat Prirsch gewährt eine außertourliche Unterstützung von 8.000,-S, sodass Gemeinde und Feuerwehr für einen Restbetrag von 24.000,-S aufzukommen haben.

Hauptmann Dir. Franz Schäfer wird Abschnittskommandant des Feuerwehrabschnittes Schwarzau-Labillertal, die Wehr Kirchbach führt nunmehr sein Stellvertreter Anton Lehr. Am 18. August sucht das Gemeindeamt Kirchbach um Genehmigung zur Aufstellung der Freiwilligen Marktfeuerwehr Kirchbach an, welche mit Schreiben der Bezirkshauptmannschaft Feldbach vom 11. Oktober erteilt wird. Erst mit diesem Datum besteht die Feuerwehr Kirchbach offiziell nach dem Krieg wieder und ist nunmehr in den neu organisierten Landesverband eingegliedert. Laut diesem Bescheid umfasst der Wirkungsbereich der Freiwilligen Marktfeuerwehr Kirchbach die Gemeinde Kirchbach und vom Gemeindegebiet Zerlach die Ortschaften Zerlach, Weißenbach, Dörfla und Maxendorf. Als Sollstärke werden 4 Löschgruppen und ein Mitgliederstand von 39 Mann vorgeschrieben.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung am Stefanitag wird Herr Anton Lehr zum Hauptmann, Herr Karl Suppan zu seinem Stellvertreter gewählt. Kamerad Franz Schellauf (Grabner), wird mit diesem Tag Feuerwehrmitglied.

1952 Die Gemeinde Zerlach ist laut Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Feldbach verpflichtet, 22% der Kosten, die der Gemeinde Kirchbach durch die Feuerwehr erwachsen, zu tragen.

Die Gemeinde erwirbt um 18.000,-S von Insp. Kudernatsch den Staudacherteich, um ein Schwimmbad bzw. einen Löschwasserbehälter zu errichten. Die Wechselseitige Versicherungsanstalt in Graz unterstützt das Projekt, das noch in diesem Jahr in Angriff genommen und fertiggestellt wird, mit 2.000,-S. Seitens der Brandverhütungsstelle wird ein Beitrag von 10.000,-S für die Errichtung des Bades und Löschteich nachträglich geleistet. Der seinerzeit von Pferden gezogene Mannschaftswagen wird an den Feuerwehrkameraden Franz Nagl verkauft.

1954 Am 22. April legt im Rahmen einer Vollversammlung Hauptmann Anton Lehr seine Funktion zurück und ist trotz mehrmaliger Wiederwahl nicht bereit, weiter der Wehr vorzustehen. Die Feuerwehrmitglieder wählen daraufhin Herrn Karl Suppan zum Hauptmann und Herrn Hans Krameritsch zu seinem Stellvertreter. Der Gemeinderat Kirchbach spricht Herrn Anton Lehr für seine langjährige gewissenhafte Führung und Tätigkeit schriftlich den Dank aus.

1955 Am 17. Jänner wird eine Tragkraftspritze, Type VW/GS III von der Firma Gugg in Braunau zum Preis von 22.300,-S bestellt. Das Land subventioniert diese Anschaffung mit 10.000,-S, eine Sammlung unter der Bevölkerung wird durchgeführt. Die Spritze wird Ende April geliefert.

Zwei Löschteiche, einer in St. Anna bei vulgo Blasenhansl und einer in der Breit beim Hause Krisper, werden errichtet.

Entsprechend einem Erlass der Bezirkshauptmannschaft hat sich die Kommission für die Feuerbeschau aus einem Gemeindevertreter, einem Vertreter des zuständigen Rauchfangkehrers und einem Feuerwehrmitglied zusammenzusetzen. In Kirchbach besteht diese Kommission nur aus zwei Mitgliedern, da Herr Rauchfangkehrermeister Franz Nagl auch als Vertreter der Feuerwehr fungiert.

1956 Johann Mayer und Karl Graßmugg treten mit 1. Jänner bzw. 1. Juni der Wehr bei. In Obergleisbach wird eine weitere Löschwasserstelle errichtet.


Das Bezirkskommando Feldbach veranstaltet einen Pokalwettkampf, an dem 69 Gruppen aus 51 Wehren teilnehmen. Kirchbach geht dabei als Abschnittsbester hervor, die Gruppe der FF Mühldorf wird Bezirkssieger. Die Abschnittssieger werden bei der Siegerehrung auf dem Hauptplatz in Feldbach mit dem bronzenen Leistungsabzeichen belohnt.

1958 Der Löschteich in St. Anna wird betoniert und erhält einen Betondeckel. Neben neuen Schläuchen werden auch 4 neue Krückenspritzen gekauft. 2 verbleiben im Rüsthaus, je eine wird beim Hause Pucher (St. Anna) und beim Hause Ettl (Glatzau) stationiert. Sinn dieser Anschaffung ist eine möglichst schnelle Löschmöglichkeit im Brandfall (diese Aufgabe erfüllen heute die Handfeuerlöscher).

1959 Die Feuerwehr bemüht sich um ein größeres Auto. Da mit dem Dodge nur höchstens 9 Mann befördert werden können, die Gemeinde wegen des Schulbaues den Ankauf eines neuen Wagens aber nicht finanziell unterstützen kann, überlegt man den Umbau des Dodge. Dieser kommt jedoch nicht zustande.

Anlässlich der Generalversammlung am 26. Dezember gibt Hauptmann Karl Suppan seinen Rücktritt bekannt. Die Neuwahl bringt folgendes Ergebnis:

· Hauptmann:  Hans Krameritsch
· 1. Hauptmann-Stv.:  Franz Nagl
· 2. Hauptmann-Stv.:  Hans Raggam
· Schriftführer:  Alois Stranzl
· Kassier:  Hans Schuchlenz
· Maschinenmeister:  Josef Wallner jun.

Der scheidende Hauptmann Karl Suppan wird zum Ehrenhauptmann ernannt. Johann Raggam und Friedrich Ulm werden in die Wehr aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt gehören der Wehr folgende weitere Kameraden an:

Aktive Mitglieder:
· Ehrenhauptmann Karl Suppan sen.
· Feuerwehrarzt Dr. Otto Wolf
· BM Hans Praschk
· LM Johann Froschhauser
· LM Hugo Hermann
· LM Ferdinand Löffler
· LM Anton Marbler jun.
· LM Konrad Marbler
· LM Rupert Pucher
· LMFranz Steinwender .
· OFM Josef Bloder
· OFM Franz Moik
· OFM Johann Neubauer
· OFM Anton Schellauf
· OFM Franz Schellauf
· OFM Karl Suppan jun.
· OFM Karl Süßmaier
· OFM Felix Weinzerl
· FM Karl Graßmugg
· FM Johann Mayer

II. Abteilung:
· Ehem. HM Anton Lehr
· Johann Larisegger
· Ehem. Wehrführer Oswald Drögsler
· Dipl.-Ing. Hans Grabner
· Franz Löffler

1960 Man erwägt den Ankauf eines zweiten Autos. Im Gespräch sind ein Tanklöschfahrzeug, ein Steyr-Allrad-LKW, auf den der entsprechende Aufbau erst montiert werden müsste und ein Bergland-Löschfahrzeug der Type Land-Rover. Für alle diese Fahrzeugarten werden von mehreren Firmen Kostenangebote eingeholt. Ein Beihilfeansuchen an die Landesregierung wird positiv erledigt, auch seitens der Gemeinde wird Unterstützung zugesagt unter der Voraussetzung, dass die Feuerwehr die Hälfte der Kosten aufbringt und der Wagen nicht mehr als 140.000,-S kostet.

1961 Der Ankauf eines Wagens wird definitiv beschlossen, über Art und Typ ist man sich allerdings noch immer nicht im klaren. An das Bezirkskommando Feldbach richtet man jedoch bereits am 25. Jänner ein Ansuchen um Vergabe des 1. Bezirksfeuerwehrtages 1961 nach Kirchbach, da man diesen mit dem Fest der Autoweihe verbinden will. Die FF Kirchbach erhält eine Absage. Der 1. Bezirksfeuerwehrtag findet am 23. Februar in Fehring statt.


Da man sich seitens der Wehr und der Gemeinde nicht entschließen kann, welche Fahrzeugtype den Kirchbacher Erfordernissen am ehesten gerecht werden kann, wird von der Gemeinde eine Kommission gebildet, der der Gemeindekassier Franz Zaunschirm (ehemaliger Wehrführer) und die Gemeinderäte Paul Hammer und Franz Schellauf (Feuerwehrmitglied) angehören. Sie werden beauftragt, sich in Graz nach einer in Frage kommenden Fahrzeugtype zu erkundigen.

Nach langem Hin und Her entschließt man sich im März für den Ankauf eines LandRover 109-Stationswagen mit Vorbaupumpe „Automatic RV 100" von der Lieferfirma Rosenbauer zum Preis von ca. 140.000,-S. Am 17. April wird in einer Vollversammlung beschlossen, eine Haussammlung für den Ankauf des Rüstautos durchzuführen.

Die Weihe des neuen Autos findet am 25. Juni im Rahmen des (um zwei Jahre zu frühen) 75-jährigen Gründungsfestes statt und wird von Prof. Dr. Schellauf unter Assistenz von Kaplan Wonisch vorgenommen.

Als Patinnen fungieren die Frauen Amalia Pichler, Maria Wallner, Amalia Schuchlenz, Maria Schmeiser, Maria Suppan, Cäcilia Stephan, Anna Krameritsch, Maria Zaunschirm, Johanna Schellauf, Johanna Pucher, Grete Comelli und Anna Muhr.

Zu diesem Fest kommen auch die Feuerwehrkameraden aus der Breitenau (bei Peggau) mit ihrem Bürgermeister Leodolter in Anerkennung der Leistungen, welche die Freiwillige Feuerwehr Kirchbach (ausgerückt mit 15 Mann) anlässlich eines Hochwasser-Großeinsatzes im Jahre 1958 bei ihnen vollbrachte.

In diesem Jahr erfolgt die Reguleriung der Schwarzau im Ortsbereich, was für die Feuerwehr insofern von Bedeutung ist, als für die Nutzung des Baches als Löschwasserreservoir neue Überlegungen anzustellen sind.


Die Feuerwehr übernimmt die Hälfte der Kosten für die Anschaffung eines tragbaren Sauerstoffbeatmungsgerätes und eines Ambu-Wiederbelebungsgerätes für das Rote Kreuz unter der Bedingung, dass diese Geräte in Kirchbach stationiert werden und die Feuerwehrkameraden in der Handhabung geschult werden. Diese Bedingungen werden akzeptiert. Der Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes, Herr Primarius Dr. Haralambus, bedankt sich schriftlich bei der FF Kirchbach für die großzügige finanzielle Unterstützung und teilt mit, dass die Geräte noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen werden.

Es wird beschlossen, den schwer verunglückten Kameraden BM Johann Praschk in der Form zu unterstützen, dass man die Studienkosten für seinen das Knabenseminar besuchenden Sohn einige Monate lang übernimmt. Zu diesem Zweck wird neben einer Zuwendung aus der Vereinskasse auch eine Sammlung unter den Kameraden durchgeführt.

Am 10. September verunglückt bei einem Flugzeugabsturz in Irland der Maschinenmeister der FF Kirchbach, Josef Wallner jun., tödlich. Das Begräbnis findet unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am 17. September in Kirchbach statt.

An die FF Kirchbach ergeht die Einladung zur Teilnahme am Bundesfeuerwehrtag in Salzburg. Da das neue Rüstauto ohnehin noch nicht eingefahren ist, wird die Teilnahme vom Ausschuss beschlossen. Die Aufenthaltskosten müssen die teilnehmenden Kameraden selbst tragen, die Benzinkosten werden von der Feuerwehr übernommen. Der Landesfeuerwehrkommandant von Salzburg bedankt sich später schriftlich für die Teilnahme an dieser Veranstaltung.

Bei der Jahreshauptversammlung am Stefanitag kann Hauptmann Krameritsch auch Herrn Bürgermeister Präsident Ök.Rat Josef Wallner begrüßen. Das gute Einvernehmen zwischen Feuerwehr und Gemeinde scheint wieder hergestellt zu sein. Dem früheren Feuerwehrhauptmann von Kirchbach Herrn Bezirksschulinspektor Franz Schäfer, wird die Urkunde über die Ernennung zum Ehrenmitglied der FF Kirchbach überreicht. Herr Hugo Hermann wird zum Brandmeister, die Herren Hans Schuchlenz und Alois Stranzl werden zum Löschmeister befördert. Die im Laufe dieses Jahres aufgenommenen Probefeuerwehrmänner Otto Bäck, Oswald Drögsler jun., Hans Krameritsch jun., Franz Nagl jun., Hans Reicht, Kurt Remling, Hans Satzer, Johann Schaden und Hans Trummer werden zu Feuerwehrmännern ernannt und erhalten den Feuerwehrpass überreicht.

1962 Die Funktion des Zeugwartes übt Lm Konrad Marbler aus. Dieser wird für seine Tätigkeit von der Gemeinde Kirchbach bezahlt (Der Zeugwart war schon immer eine bezahlte Funktion; z.B. 600,-S It. Gemeinderatsbeschluss für das Jahr 1960). Ein Handfeuerlöscher für den „Dodge" wird gekauft.
Die Neuwahl, abgehalten anlässlich der Jahreshauptversammlung am 26. Dezember, bringt folgendes Ergebnis:

· Hauptmann: Hans Krameritsch sen.
· 1. Hauptmann-Stv.: Franz Nagl sen.
· 2. Hauptmann-Stv.: Hugo Hermann
· Brandmeister: Johann Froschhauser, Franz Steinwender
· Kassier: Hans Schuchlenz
· Schriftführer: Alois Stranzl
· Maschinenmeister und Zeugwart: Johann Neubauer
· Ausschussmitglieder: Hans Raggam, Rupert Pucher, Karl Süßmaier, Franz Schellauf

Bei dieser Sitzung wird dem Kameraden Hans Praschk das Verdienstabzeichen 3. Stufe des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark verliehen, Franz Schellauf wird zum Löschmeister befördert.

1963 Anlässlich des 90-jährigen Bestandes der FF Wildon wird dort ein Pokalwettkampf veranstaltet, an dem sich auch eine Gruppe der Wehr Kirchbach beteiligt und den 3. Platz belegt. Wesentlichen Anteil am Erfolg hat der Übungsleiter, Hauptmann-Stv. Hugo Hermann.


Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 26. Dezember werden die Herren Johann Larisegger und Franz Zach in die Wehr aufgenommen.

1964 Im Jänner verliert die Feuerwehr einen langjährigen, gewissenhaften Kameraden, der ehemalige Hauptmann Josef Hotter stirbt.


Am 12. April treten zwei Gruppen der Wehr Kirchbach beim Leistungswettbewerb in Feldbach an und erlangen das „Eiserne Leistungsabzeichen". Die erfolgreichen Teilnehmer sind: 1. Hauptmann-Stv. Franz Nagl sen., 2. Hauptmann-Stv. Hugo Hermann, BM Johann Froschhauser, LM Ferdinand Löffler, LM Anton Marbler, LM Konrad Marbler, LM Rupert Pucher, FM Franz Nagl jun., FM Oswald Drögsler, FM Franz Satzer und FM Franz Wallner.

Am 7. Juni findet der 1. Bezirksfeuerwehrtag 1964, verbunden mit der Fahnenweihe in Kirchbach statt. Hauptmann Krameritsch kann eine Vielzahl prominenter Gäste, u.a. Landeshauptmann-Stv. Univ.-Prof. Dr. Hanns Koren und Bezirkshauptmann Dr. Friedrich Niederl, begrüßen. Die sehr gut besuchte Veranstaltung (ca. 1.000 Feuerwehrmänner) läuft nach folgendem Programm ab:

Vormittag: Feldmesse mit Fahnenweihe im Kirchhof, Defilierung, Festtafel
Nachmittag: Empfang der auswärtigen Wehren, Kundgebung, Verleihung von Auszeichnungen, Defilierung, Pokalwettkämpfe

Als Fahnenpatinnen fungieren die Frauen Maria Drögsler, Theresia Schuchlenz, Aloisia Froschhauser, Rosa Marbler, Maria Pucher, Anna Nagl, Anna Hermann, Maria Suppan, Anna Krameritsch (Fahnenmutter), Elisabeth Weinzerl, Cäcilia Neubauer, Theresia Bloder, Irmgard Graßmugg, Stefanie Schellauf, Hermine Krempl und Anna Steinwender.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 26. Dezember wird LM Rupert Pucher zum Brandmeister befördert, die Kameraden Johann Larisegger, Franz Zach und Otto Bäck werden zum Oberfeuerwehrmann ernannt.

1965 Am 5. September findet der Landesfeuerwehrtag in Hartberg statt. Der Feuerwehr Kirchbach wird die Ehre zuteil, den Bezirk Feldbach, mit der Marktmusikkapelle Kirchbach an der Spitze, anzuführen.


Schriftführer Alois Stranzl übersiedelt nach Riegersburg. Die Feuerwehr bereitet dem nunmehrigen Riegersburger Volksschuldirektor einen würdigen Abschied. 31 Kameraden fahren nach Riegersburg, um dem verdienten Feuerwehrkameraden mit der Ernennung zum Ehrenmitglied zu danken.

Mit der Funktion des Schriftführers wird Herr Franz Wallner betraut. Am 18. Dezember wird im Gasthaus Pichler eine Weihnachtsfeier abgehalten, zu der neben allen Aktiven auch deren Frauen und alle alten, lang aktiv gewesenen Feuerwehrmänner eingeladen werden.

Die Neuwahl, abgehalten anlässlich der Jahreshauptversammlung am 26. Dezember, bringt folgendes Ergebnis:

· Hauptmann: Hans Krameritsch
· 1. Hauptmann-Stv.: Franz Nagl sen.
· 2. Hauptmann-Stv.: Hugo Hermann
· Schriftführer: Franz Wallner
· Kassier: Hans Schuchlenz
· Maschinist: Hans Neubauer
· Zeugwart: Franz Steinwender
· Ausschussmitglieder: Johann Froschhauser, Franz Löffler, Anton Marbler, Rupert Pucher, Hans Raggam, Franz Schellauf und Karl Süßmaier.

Hauptmann Krameritsch befördert die Kameraden Anton Marbler, Hans Neubauer, Anton Schellauf, Franz Schellauf, Hans Schuchlenz und Karl Süßmaier zum Brandmeister und Josef Bloder, Karl Graßmugg, Hans Mayer, Franz Wallner und Felix Weinzerl zum Löschmeister. Die am 12. August in die Wehr aufgenommenen Jungmänner Ludwig Finz, Johann Graßmugg, Franz Krisper, Erich Reicht, Alois Reicht, Alois Trummer und Josef Zach werden zum Feuerwehrmann ernannt.

1966 Am 15. Mai wird Hauptmann Hans Krameritsch in Schwarzau als Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Edelstaudener Hauptmannes und Volksschuldirektors Friedrich Ehm zum Abschnittskommandanten für den Abschnitt Kirchbach-Schwarzautal bestellt. Bereits am nächsten Tag erfolgt ihm zu Ehren ein Fackelzug der Feuerwehrkameraden, angeführt von der Marktmusikkapelle Kirchbach. Auch Bezirksfeuerwehrkommandant Kettele nimmt an der Feier teil.


Am 18. Juni besucht Bundeskanzler Dr. Josef Klaus Kirchbach. Die Feuerwehr tritt beinahe vollzählig zu seinem Empfang an.

1967 Am 9. Jänner ernennt die Feuerwehr den langjährigen Funktionär, Herrn Präs. Ök.Rat Josef Wallner anlässlich der Vollendung seines 65. Lebensjahres zum Ehrenmitglied.


Schriftführer Franz Wallner legt seine Funktion zurück, der neue Schriftführer ist Bm Anton Marbler.

Am 23. März zwingt ein trauriger Anlass die Wehr zum Ausrücken. Ein großer Gönner der Feuerwehr, Herr Vizebürgermeister OSR. Hubert Lamberger, wird zu Grabe getragen.

Ein erfreulicher Anlass ist Ursache für die Abhaltung eines Fackelzuges zusammen mit den anderen Vereinen und Institutionen des Ortes. Der Kirchbacher Heribert Dietrich wird Motorrad-Gelände-Europameister.

Die Landesregierung stellt der FF Kirchbach eine Katastrophenausrüstung, bestehend aus 500 Sandsäcken und einer Motorsäge, zur Verfügung.

Im September verliert die Wehr einen langjährigen, verdienten Kameraden. Der frühere Hauptmann Anton Lehr stirbt.

Am 26. Dezember findet die Jahreshauptversammlung statt. Der erkrankte Hauptmann und Abschnittskommandant Hans Krameritsch teilt in einem Brief, verlesen von Bgm. Präs. Ök.Rat Josef Wallner, mit, dass er aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion als Hauptmann zurücklegt.

Der bisherige 2. Hauptmann-Stv. Hugo Hermann wird darauf in geheimer Wahl zum neuen Hauptmann gewählt.

Die Herren Burghard Fürnschuß und Konrad Marbler jun. werden in die Wehr aufgenommen. Die Feuerwehr Kirchbach hat im Jahr 1967 3 Brand- und 3 Bergeeinsätze.

1968 Die Herren Rupert Pucher jun. und Alois Ettl treten der Wehr bei. Eine Wettkampfgruppe, geleitet von BM Anton Schellauf, erlangt beim Leistungswettkampf am 13. Juli in Leoben das bronzene Leistungsabzeichen. Der erfolgreichen Gruppe gehören die Kameraden Alois Ettl, Burghard Fürnschuß, Johann Graßmugg, Franz Krisper, Johann Larisegger, Konrad Marbler jun., Rupert Pucher jun. und Erich Reicht an.


Am 14. Dezember ernennt die Feuerwehr ihren langjährigen Hauptmann, Abschnittskommandant Hans Krameritsch, zum Ehrenhauptmann. Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 26. Dezember wird das Ehrenmitglied VDir. Alois Stranzl, von Riegersburg heimgekehrt und jetzt Volksschuldirektor von Kirchbach, wieder in die Wehr aufgenommen. Feuerwehrmann Erich Reicht wird in den Ausschuss berufen. Die Feuerwehr wird in diesem Jahr zu 5 Brand- und 2 Bergeeinsätzen gerufen.

1969 Im Februar kauft die Wehr zwei Preßluft-Atmungsgeräte. Land und Gemeinde subventionieren diesen Ankauf. Auch für die Betonierung des Löschwasserbehälters in Gleisbach stellen Land und Gemeinde Mittel zur Verfügung. In diesem Jahr wird das Rüsthaus renoviert, wobei sich die Kameraden durch viele freiwillig geleistete Arbeitsstunden auszeichnen.


Die Wettkampfgruppe unter BM Anton Schellauf nimmt an mehreren Leistungswettkämpfen teil und erringt dabei 7 Pokale. Die Gruppe besteht aus den Kameraden Alois Ettl, Ludwig Finz, Johann Graßmugg, Johann Larisegger, Konrad Marbler jun., Walter Patschok (seit 1. Jänner des Jahres Mitglied), Erich Reicht, Alois Trummer und Josef Zach. Die Pokale werden im Gasthaus Lassl aufgestellt, das Vereinslokal bleibt jedoch weiterhin das Gasthaus Pichler (früher Karner, heute Fürnschuß).

Bei der Einweihung der Josef Wallner Volksschule übernimmt die Feuerwehr den Ordnerdienst. Eine starke Abordnung nimmt an den Feierlichkeiten teil.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 26. Dezember werden die Kameraden Otto Bäck, Hans Larisegger und Franz Nagl jun. zum Löschmeister befördert, Alois Ettl, Ludwig Finz, Burghard Fürnschuß, Johann Graßmugg, Franz Krisper, Konrad Marbler jun., Rupert Pucher jun., Erich Reicht und Josef Zach werden zum Oberfeuerwehrmann ernannt. Herr Dr. Egon Schöner tritt als Feuerwehrarzt der Wehr bei, die Herren Johann Koller und Hermann Schützenhöfer werden aufgenommen. Im Jahr 1969 hat die Wehr 4 Brand und 2 Hilfeleistungseinsätze zu verzeichnen.

1970 Die Wettkampfgruppe bewährt sich weiter. 4 Pokale können in diesem Jahr erkämpft werden, Hermann Schützenhöfer und Johann Koller werden dieser eingespielten Gruppe zugeteilt.


Der ehemalige Hauptmann und langjährige Kassier der Wehr, Ehrenmitglied Franz Diemer, wird am 15. Oktober zu Grabe getragen.

Um die Schlagkraft der Wehr zu erhöhen, wird ein UKW-Handfunk-Sprechgerät gekauft.

Am 2. Dezember beruft Hauptmann Hugo Hermann eine Ausschusssitzung ein, in der er seinen Rücktritt bekannt gibt.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 26. Dezember wird er jedoch wieder zum Hauptmann gewählt und nimmt die Wahl an. In dieser Sitzung werden die Kameraden Walter Patschok und Hermann Schützenhöfer zum Feuerwehrmann befördert. Die Statistik weist für dieses Jahr einen Brandeinsatz und 2 Hilfeleistungseinsätze aus.

1971 Kamerad Johann Raggam wird anlässlich der Vollendung seines 65. Lebensjahres in Würdigung seiner großen Verdienste um die Wehr zum Ehrenmitglied ernannt. BM Anton Schellauf und LM Johann Neubauer werden für ihren überdurchschnittlichen Einsatz vom Landesfeuerwehrverband mit dem Verdienstabzeichen 3. Stufe ausgezeichnet.

Zum Empfang des Bundespräsidentschaftskandidaten Dr. Kurt Waldheim rückt die Feuerwehr aus.


Im April wird von der Firma. Rosenbauer ein gebrauchter Tankwagen um 10.000,-S angekauft. Es handelt sich dabei um einen umgebauten Opel Blitz aus Armeebeständen mit einem Tankinhalt von ca. 1.300 Litern. Das neue Fahrzeug wird von der Firma. Krameritsch generalüberholt und auf Hochglanz gebracht, um bei der Einweihung am 20. Juni in neuem Glanz zu erstrahlen. Diese Einweihungsfeier wird verbunden mit einem Pokalwettkampf, an dem sich 38 Wettkampfgruppen beteiligen.

Der Programmablauf:
Vormittag: Pokalwettkämpfe
12.00 Uhr: Mittagessen im Gasthaus Lassl
13.00 Uhr: Platzkonzert der Marktmusikkapelle Kirchbach
13.30 Uhr: Empfang der Ehrengäste und der auswärtigen Wehren vor dem Kriegerdenkmal
14.00 Uhr: Abmarsch zum Festplatz (Sportplatz), Ansprachen, Siegerehrung (Pokalwettkämpfe), Weihe des Tanklöschfahrzeuges

Als Patinnen fungieren die Frauen Justine Dellefant, Maria Felgitscher, Maria Kaufmann, Sophie Kickmaier, Anna Klein, Elfriede Kölli, Gertrude Lassl, Elisabeth Löffler, Adele Lotho, Aloisia Mayer, Anna Praschk, Maria Pucher, Maria Schönberger, Frieda Stelzl, Elfriede Stix und Anna Süßmaier.

Am 11. Juli nehmen 2 Gruppen der Kirchbacher Feuerwehr unter den Gruppenkommandanten Hauptmann Hugo Hermann bzw. BM Anton Schellauf an einem Leistungswettbewerb in Knittelfeld teil und erlangen das Leistungsabzeichen in Silber. Die Leistungsabzeichen werden den erfolgreichen Wettkämpfern von Bgm. Präs. Ök.Rat Josef Wallner und Bezirksfeuerwehrkommandant Kettele im Rahmen einer Feierstunde am 31. Juli übergeben.

Der aus gesundheitlichen Gründen aus der Wehr ausgetretenen Kamerad Josef Bloder wird am 21. Dezember für seine 16-jährige eifrige Mitarbeit geehrt.

Die Neuwahl, abgehalten anlässlich der Jahreshauptversammlung am 26. Dezember, bringt keine Änderungen in der Wehrleitung. Kamerad Walter Patschok wird zum Oberfeuerwehrmann, die im Laufe dieses Jahres aufgenommenen Probefeuerwehrmänner Franz Petz und Erwin Rauch werden zum Feuerwehrmann ernannt. In diesem Jahr sind 5 Brandeinsätze zu verzeichnen.

1972 Gottfried Hermann und Otto Pucher treten am 6. Jänner der Wehr bei. Im Jänner feiert Bürgermeister Präs. Ök.Rat Josef Wallner die Vollendung seines 70. Lebensjahres, was die Feuerwehr zum Anlass nimmt, seinen langjährigen Funktionär und Förderer gebührend zu ehren.


Ein trauriger Anlass zwingt die Wehr, einige Tage später abermals auszurücken: Der langjährige Feuerwehrarzt und große Gönner des Vereines, Herr Dr. Otto Wolf, stirbt.

Das 50-jährige Priesterjubiläum von Dechant Josef Schachner wird am 1. Juni mit einem Fackelzug gefeiert.

Im Oktober wird in den Land-Rover ein Funkgerät eingebaut. Regelmäßige Funkübungen sind ab diesem Zeitpunkt im Ausbildungsprogramm der Feuerwehr enthalten.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung im Dezember wird Herr Josef Krameritsch aufgenommen, Gottfried Hermann und Otto Pucher werden zum Feuerwehrmann befördert. Die Feuerwehr hat in diesem Jahr 3 Brand und 5 Hilfeleistungseinsätze (Hochwasser, Erdrutsch) zu verzeichnen.

1973 Am 16. und 17. Juni versucht man eine neue Art von Unterhaltungsveranstaltung. Ein „Kärntnerisch-steirischer Gemeinschaftsabend" in der Halle der Tischlerei Suppan wird veranstaltet. Für Unterhaltung sorgen die Sängerrunde St. Georgen/Kärnten, das Döllacher Quintett/Kärnten, Sepp, der Kärntner Meisterhumorist, die Marktmusikkapelle Kirchbach und einheimische Humoristen. Die Veranstaltung endet am Sonntag mit einer Feldmesse und einem anschließenden Frühschoppenkonzert.

Beim Bezirksfeuerwehrtag in Ziprein werden die Kameraden Franz Steinwender und Karl Süßmaier mit dem Verdienstzeichen des Landesfeuerwehrverbandes 3. Stufe ausgezeichnet.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung treten die Herren Wolfgang Hermann, Hans Raggam jun. und Gottfried Guttmann (bisher FF Leitersdorf bei St. Nikolai) der Wehr bei. Die Kameraden Johann Neubauer und Anton Schellauf werden zum Oberbrandmeister, Ferdinand Löffler und Konrad Marbler sen. zum Hauptlöschmeister, Fritz Ulm zum Hauptfeuerwehrmann und Franz Petz zum Oberfeuerwehrmann befördert. In diesem Jahr hat die Feuerwehr 6 Brandeinsätze zu verzeichnen.

1974 Hauptbrandinspektor Hugo Hermann führt einen verzweifelten Kampf um Anerkennung der Freiwilligen Marktfeuerwehr Kirchbach als Stützpunktfeuerwehr, was für künftige Subventionierungen seitens des Landes bei der Anschaffung von Gerätschaften von großer Bedeutung ist.

Beim Bezirksfeuerwehrtag am 16. Juni in Tiefernitz bei Kirchberg wird Abschnittsbrandinspektor Hans Krameritsch sen. mit dem Verdienstzeichen des Landesfeuerwehrverbandes 1. Stufe ausgezeichnet, HBI Hugo Hermann und Oberbrandinspektor Franz Nagl sen. wird das Verdienstzeichen 2. Stufe verliehen. Die Kameraden Franz Steinwender und Dir. Alois Stranzl werden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Die Feuerwehr nimmt an den Feiern zur Verabschiedung von Dechant Josef Schachner und zum Empfang von Pfarrer Johann Tödtling am 25. August bzw. am 8. September teil.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 15. Dezember wird OFM Ernst Radaschitz (früher FF Breitenfeld an der Rittschein) in die Wehr aufgenommen. Löschmeister Franz Nagl jun. wird zum Oberlöschmeister, die Kameraden Josef Krameritsch, der im Laufe dieses Jahres eingetretene Otto Oberegger und Hans Raggam jun. werden zum Feuerwehrmann befördert.


OLM Franz Nagl jun. wird zum Kommandanten der Funkergruppe ernannt und in den Ausschuss berufen. Er wird später auch Funkbeauftragter des Abschnittes werden und als solcher bis zu 20 Übungen pro Jahr leiten.

In der folgenden Neuwahl wird HBI Hugo Hermann in seinem Amte bestätigt, zum Oberbrandinspektor wird OBm Johann Neubauer gewählt. Der langjährige Hauptmann-Stv. Franz Nagl sen. wird mit einstimmigem Beschluss zum Ehrenoberbrandinspektor ernannt. In diesem Jahr werden 5 Brand- und 43 Hilfeleistungseinsätze sowie 20 Übungen durchgeführt.

1975 Die Brüder Anton und Franz Marbler sowie Franz Ritter treten der Wehr bei. Es sind nun vier Angehörige der Familie Marbler Feuerwehrmitglieder.

Die Feuerwehr bemüht sich um den Ankauf eines neuen Tanklöschfahrzeuges. Im Jänner erklärt sich die Feuerwehr Breitenbuch dankenswerterweise bereit, auf die ihnen zustehende Beihilfe zugunsten der FF Kirchbach zu verzichten. Am 21. Februar wird eine Vollversammlung abgehalten, in der man sich einigt, das Tanklöschfahrzeug bei der Fa. Lohr in Hönigtal zu kaufen.

Ein trauriger Anlass lässt die Feuerwehr am 3. Mai ausrücken: Der ehemalige Wehrhauptmann, Ehrenhauptmann Franz Zaunschirm, wird begraben.

Am 5. und 6. Juni veranstaltet die Feuerwehr ein Sommerfest am Bauernhof beim Anwesen des Oberbrandinspektors Johann Neubauer. HBI Hugo Hermann regt in einem Schreiben an den Gemeinderat vom 3. Oktober an, an den Tankwagen eine Straßenreinigungsanlage zum Preis von ca. 20.000,-S anzubauen, was aber abgelehnt wird. Im Dezember wird das alte Tanklöschfahrzeug, der „Opel-Blitz", um 30.000,-S an die Freiw. Feuerwehr Wenigzell verkauft.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 14. Dezember wird der langjährige Hauptmann-Stellvertreter, EOBI Franz Nagl sen. für seine 40-jährige Feuerwehrmitgliedschaft geehrt.

Die einzelnen Ressortleiter innerhalb der Wehr sind: Franz Nagl jun. (Funk), Otto Bäck (Atemschutz; über einige Jahre auch Atemschutzbeauftragter des Abschnittes), Johann Neubauer und Erich Reicht (Fahrzeuge), Johann Schuchlenz (Sanität) und Hugo Hermann und Johann Neubauer (Ausbildung). In diesem Jahr sind 2 Brand-, 3 ÖI- und 2 Hochwassereinsätze zu verzeichnen. 12 Übungen werden durchgeführt.

1976 Am 7. Februar wird der neue Tankwagen, ein TLF 2000 Trupp auf Steyr 590, von der Fa. Lohr übernommen. Neben Bürgermeister Alois Stix und Bezirksfeuerwehrkommandant Kettele treten 35 Feuerwehrkameraden zur Übernahme an.

Am 10. März wird dem langjährigen Schriftführer, Herrn Anton Marbler, das Verdienstzeichen des Landesfeuerwehrverbandes 3. Stufe verliehen. Anlässlich des Bezirksfeuerwehrtages am 23. Mai in Raabau wird Kamerad Ferdinand Löffler mit derselben Auszeichnung geehrt.

Nach einem Gartenfest im Hauptschulhof am Vorabend findet die Weihe des neuen Tanklöschfahrzeuges zusammen mit dem 2. Bezirksfeuerwehrtag am Sonntag, dem 5. September statt.

Der Festablauf:
8.30 - 9.00 Uhr: Empfang der Wehren am Marktplatz
9.00 Uhr: Einholen der Patinnen und Ehrengäste, Heldenehrung, Abmarsch zum Festplatz (Hauptschulhof)
9.30 Uhr: Feldmesse Tankwagenweihe Ansprachen anschließend Konzert der Marktmusikkapelle Kirchbach unter der Leitung von HDir. Friedrich Plassnig
13.00 - 14.00 Uhr: Empfang der Wehren
14.00 Uhr: Abmarsch zum Bezirksfeuerwehrtag
Ansprachen
Delegiertensitzung
Schauübung mit dem Tankwagen
anschließend: Tanzunterhaltung mit den Green Angels (heute „5 Zerlacher")

Beim Funkwettbewerb in Lebring am 4. September erringt die Feuerwehr Kirchbach den 2. Platz und qualifiziert sich als Bezirkssieger für den Landesfunkwettbewerb in Liezen.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 18. Dezember werden die Bürgermeister Alois Stix und Josef Graßmugg zu Ehrenmitgliedern der FF Kirchbach ernannt, Herrn Hauptbrandinspektor Hugo Hermann wird das Verdienstzeichen des Landesfeuerwehrverbandes 1. Stufe verliehen. Die Kameraden Oswald Drögsler, Hans Krameritsch, Johann Raggam und Johann Reicht werden zum Löschmeister befördert, Bm Franz Grabner, Bm Karl Süßmaier und Hfm Friedrich Ulm werden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt, Johann Puffer wird in die Wehr aufgenommen.

In diesem Jahr wird die Wehr zu 5 Brand und zwei Hilfeleistungseinsätzen gerufen, 18 Übungen werden abgehalten.

1977 Im Frühjahr wird eine Wettkampfgruppe aufgestellt, die an einigen Wettkämpfen teilnimmt und 4 Pokale erringt. Beim Landesfeuerwehrtag in Krieglach erkämpft diese von Johann Larisegger und Erwin Rauch geleitete Gruppe das silberne Leistungsabzeichen.


Auch die Funkgruppe, geleitet von Franz Nagl jun., kann schöne Erfolge verzeichnen. Bei der Landesfunkübung in Voitsberg erringt sie das bronzene Funkleistungsabzeichen.

Beim Umzug „Kirchbach einst und jetzt", veranstaltet vom Kameradschaftsbund Kirchbach, beteiligt sich die Wehr mit 2 Fahrzeugen.

Das Tanklöschfahrzeug wird mit einem Funkgerät versehen, für dessen Anschaffung der Kameradschaftsbund Kirchbach eine Spende von 3000,-S leistet. Auch ein drittes Atemschutzgerät wird angekauft.

Am 18. Dezember findet die Jahreshauptversammlung statt, bei der die Kameraden Gottfried und Hubert Hermann, Anton und Franz Marbler, Otto Pucher und Johann Raggam jun. zum Oberfeuerwehrmann und Johann Puffer zum Feuerwehrmann befördert werden. Peter Hermann tritt der Wehr bei. In diesem Jahr sind 3 Öleinsätze und 42 Übungen zu verzeichnen.

1978 Ein trauriger Anlass lässt die Feuerwehr am 10. Jänner ausrücken. Kamerad Erich Lassl wird zu Grabe getragen. Am 15. April wird in Kirchbach der Bezirksfunkwettbewerb abgehalten.
Beim Bezirksfeuerwehrtag in Fehring am 18. Juni werden 2 Kameraden der FF Kirchbach geehrt. Kassier Walter Patschok und Kamerad Johann Reicht werden mit dem Verdienstzeichen 3. Stufe des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet, Johann Neubauer mit der Medaille für 25-jährige Mitgliedschaft. Die beiden verdienstvollen Mitglieder Anton Marbler und Konrad Marbler erhalten die Medaille für 40-jährige Mitgliedschaft.

Pfarrer Johann Tödtling will den Pfarrerteich, der derzeit sehr verschlammt ist, zuschütten lassen, falls an dieser Stelle kein abgedeckter Löschwasserbehälter errichtet wird. Da dieser Teich die einzige Wasserbezugsstelle für den oberen Ortsbereich (Schulen, Pfarrhof, ...) ist, möchte die Feuerwehr diesen Ausbau durchführen. ABI Krameritsch und HBI Hermann weisen in einem Schreiben an die Gemeinde darauf hin, dass für einen Ausbau ein Landeszuschuss von 15.000.- S zu erwarten sei. Man einigt sich später dahingehend, dass die Bergwacht den Teich übernimmt und in einem solchen Zustand erhält, dass er im Brandfall als Wasserbezugsstelle dienen kann.

Am 28. August sind alle Kameraden mit ihren Gattinnen eingeladen, an einem Ausflug zum Flughafen Wien-Schwechat und nach Oggau (Burgenland) teilzunehmen.

Zum Empfang von Landeshauptmann Niederl anlässlich eines Kirchbach-Besuches am 4. Oktober rückt auch die Feuerwehr aus.

Die 90. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Marktfeuerwehr Kirchbach findet unter Anwesenheit von Oberbrandrat Heinrich Nagl am 17. Dezember im Gasthaus Pracher statt. In dieser Sitzung werden die Kameraden Anton Schellauf zum Hauptbrandmeister, Johann Froschhauser, Rupert Pucher sen., Franz Steinwender und Karl Süßmaier zum Oberbrandmeister und Franz Nagl jun. zum Brandmeister befördert. Otto Bäck, Karl Graßmugg, Johann Larisegger und Johann Mayer werden Hauptlöschmeister, Gottfried, Hubert und Wolfgang Hermann, sowie Franz und Anton Marbler, Otto Pucher und Johann Raggam jun. zum Hauptfeuerwehrmann ernannt. Johann Puffer wird Oberfeuerwehrmann, Peter Hermann Feuerwehrmann.

Die Feuerwehr kann in diesem Jahr einschließlich der 5 Brand- und 3 Öleinsätze auf 366 Tätigkeiten verweisen.

1979 Dem Ehrenmitglied Anton Löffler wird am 5. Jänner zum 90. Geburtstag gratuliert. Beim Bezirksfeuerwehrtag am 17. Juni in Gnas wird dem Kameraden Burghard Fürnschuß das Verdienstzeichen 3. Stufe des Landesfeuerwehrverbandes verliehen.

Das Rüsthaus kann dank einer finanziellen Unterstützung seitens der Gemeinde und großartiger Eigenleistungen der Feuerwehrmänner einer Renovierung unterzogen und nach dem örtlichen Färbelungsplan gestaltet werden.

Etwas verspätet werden die Feiern zum 90-jährigen Gründungsfest am 21. und 22. Juli in der im Bau befindlichen Kirchbacherhalle abgehalten. 13 auswärtige Wehren und viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Feuerwehr erweisen der FF Kirchbach die Ehre ihres Besuchs.

Das Festprogramm:
Samstag - Hallenfest
Sonntag:
8.00 Uhr: Empfang der auswärtigen Wehren, Defilierung, Heldenehrung, Ansprachen
9.30 Uhr: Feldmesse anschließend: Frühschoppen mit der Marktmusikkapelle Kirchbach und dem Humoristen Walter Flucher

Im Rahmen der Feierlichkeiten wird den Kameraden HBI Hugo Hermann und HLM Ferdinand Löffler die Medaille für 40-jährige Mitgliedschaft verliehen.

Der Tod der verdienten (ehemaligen) Feuerwehrmänner Ehrenmitglied Anton Schellauf und Felix Weinzerl ist in der zweiten Jahreshälfte zu beklagen.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 8. Dezember können folgende Neuzugänge verzeichnet werden: Franz Ettl, Herbert Großschädl, Helmut Hermann, Stefan Konrad, Helmut Schönberger, Franz Tomberger und Johann Weixler.

Abschnittsbrandinspektor Johann Krameritsch legt aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion zurück, der Edelstaudener HBI Johann Neuhold wird sein Nachfolger. Eine Erhöhung der Schlagkraft der Wehr bedeutet der Einbau der Funksirene am 17. Dezember. Ein Merkblatt, die Sirenenfolgen und ihre Bedeutung beinhaltend, wird an die Bevölkerung verteilt. Es ist jetzt möglich, vom Bezirkskommando Feldbach aus Alarm zu geben (etwa nach Betätigen des telefonischen Notrufs).

Am 18. Dezember legt HBI Hugo Hermann seine Funktion zurück, OBI Johann Neubauer führt bis zur Neuwahl die Wehr. In diesem Jahr sind 3 Brand-, 1 Öl- und 2 Hilfeleistungseinsätze zu verzeichnen. 6 Übungen werden abgehalten.

1980 Kamerad Hubert Hermann legt wegen Übersiedelung seine Mitgliedschaft zurück und tritt der FF Weng bei Admont bei.

Im Jänner bzw. März verliert die Feuerwehr zwei langjährige, pflichtbewusste Kameraden: Otto Pucher und Josef Zach sterben.

Am 29. März findet eine außerordentliche Vollversammlung statt, um einen neuen Hauptbrandinspektor zu wählen. Der zurückgetretene HBI Hugo Hermann und der Ausschuss schlagen OBI Johann Neubauer zur Wahl vor. In geheimer Abstimmung wird dieser zum neuen Hauptbrandinspektor der Feuerwehr Kirchbach gewählt, HFm Burghard Fürnschuß wird sein Nachfolger in der Funktion des Oberbrandinspektors. Hugo Hermann wird einstimmig zum Ehrenhauptbrandinspektor ernannt.

Die Feuerwehr beteiligt sich an der örtlichen Feier zum Jubiläum „800 Jahre Steiermark" am 23. Juni. Beim Fußball-Pokalwettkampf der Abschnittswehren im Juli in Manning belegt die Mannschaft der FF Kirchbach den 2. Platz.

Bei der Jahreshauptversammlung am 13. Dezember werden die Kameraden Franz Nagl zum Oberbrandmeister, Gottfried Hermann, Walter Patschok und Erich Reicht zum Löschmeister und Franz Ettl, Herbert Großschädl, Helmut Hermann, Stefan Konrad, Walter Platzer, Helmut Schönberger und Franz Tomberger zum Feuerwehrmann befördert.

22 Kameraden melden sich zum Besuch eines 8 Doppelstunden umfassenden Erste-Hilfe-Kurses an. Die Funktion des Maschinenwartes wird anstelle von Lm Erich Reicht nunmehr Lm Gottfried Hermann übernehmen. HBI Johann Neubauer bittet den neuen Maschinenwart, seine Aufgabe ebenso gewissenhaft zu erfüllen wie sein Vorgänger. In diesem Jahr sind 5 Brandeinsätze, 1 Öleinsatz und 35 Übungen zu verzeichnen.

1981 Eine neu aufgestellte Wettkampfgruppe, geleitet von Lm Gottfried Hermann, erringt am 10. Juli in Leibnitz das silberne Leistungsabzeichen.

Zum Begräbnis des Ehrenmitglieds EOBI Anton Löffler rückt die Feuerwehr am 29. August ebenso aus wie zum Empfang des Bischofs Johann Weber, der zur Firmung nach Kirchbach kommt, am 19. September. Beim Abschnitts-Fußballturnier am 19. und 20. September in Schwarzau erreicht die Mannschaft der FF Kirchbach den 2. Platz. Zum Empfang von Landeshauptmann Dr. Josef Krainer am 22. September rückt neben anderen Vereinen auch die Feuerwehr aus.

Kamerad Franz Marbler erreicht im November das Funk-Leistungsabzeichen in Bronze, OBM Franz Nagl wird die Bewerter-Nadel verliehen.

Am 7. Dezember wird im Rahmen der Jahreshauptversammlung Peter Hermann zum Oberfeuerwehrmann befördert. Die Statistik weist für dieses Jahr 6 Brandeinsätze und 30 Übungen aus.

1982 Der 1. Bezirksfeuerwehrtag wird am 27. Februar in Kirchbach abgehalten, die Delegiertensitzung findet im Volksschul-Turnsaal statt.

Die Einweihung der Kirchbacherhalle am 25. April ist auch für die Feuerwehr ein Grund zum Mitfeiern. Bereits am 1. und 2. Mai wird sie für die Abhaltung des Maifestes benutzt. Diese Veranstaltung, ab 1983 Frühlingsfest genannt, soll zu einer traditionellen jährlichen Veranstaltung der Feuerwehr werden.

Am 7. Juli gratuliert die Feuerwehr ihrem Ehrenmitglied Bürgermeister Alois Stix zur Verleihung des Titels Ökonomierat.

Beim Historischen Festzug, veranstaltet vom Kameradschaftsbund Kirchbach, beteiligt sich auch die Feuerwehr.

Das heuer wieder in Schwarzau veranstaltete Abschnitts-Fußballturnier sieht die Mannschaft der FF Kirchbach als Sieger. Die Wettkampfgruppe will nicht zurückstehen und wird Sieger beim Pokalwettkampf in Maggau am 12. September.

Bei der Jahreshauptversammlung am 8. Dezember werden die Kameraden Helmut Hermann zum Oberfeuerwehrmann und Johann Weixler zum Feuerwehrmann befördert, Herbert Maier tritt der Wehr bei. Die Kameraden Ernst Radaschitz und Erich Reicht werden beauftragt, einen Einsatzplan für besonders gefährdete Objekte im Einsatzbereich der Feuerwehr Kirchbach auszuarbeiten.

Der Ankauf eines Hurst-Rettungsgerätes mit Schneidegerät (Rettungsschere) im Wert von 175.000,-S wird diskutiert. 75% der Kosten würden vom Katastrophenfonds des Landes übernommen werden. Eine Vorführung dieses Gerätes erfolgt noch im Dezember, der Ankauf wird beschlossen.

Am 18. Dezember wird der eifrige und pflichtbewusste Feuerwehrkamerad Friedrich Ulm begraben.

Am Stefanitag gratulieren die Kameraden dem langjährigen Feuerwehrarzt Dr. Egon Schöner zur Verleihung des Titels Medizinalrat. Im Laufe dieses Jahres sind 6 Brand- und 73 technische Einsätze zu verzeichnen. 23 Übungen werden abgehalten.

1983 Gottfried Guttmann wird am 1. März mit der Funktion des Zeugwartes betraut. In diesem Jahr werden viele Geräte angeschafft bzw. erneuert: Austausch eines Funkgerätes (18.000,- S), Umbau der Atemschutzgeräte (14.000,-S), 15 neue Steigergurten (13.000,-S), Spinde im Rüsthaus (35.000,-S), 15 Anoraks (10.500,-S), Rettungsgerät (175.000,-S).

Der Ankauf des Rettungsgerätes wird sich schon im nächsten Jahr bei der Bergung eines Verletzten aus einem Unfallwagen als lebensrettend erweisen.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 7. Dezember wird Probefeuerwehrmann Herbert Maier zum Feuerwehrmann befördert, Gerhard Maier und Günther Stix werden in die Wehr aufgenommen. Zum Atemschutzbeauftragten für die Feuerwehr Kirchbach wird OFm Helmut Hermann ernannt, der später diese Funktion auch als Abschnittsbeauftragter ausüben wird.

Die Wehr wird in diesem Jahr zu 3 Brandeinsätzen und zu 81 technischen Einsätzen gerufen. 18 Übungen sind zu verzeichnen.

1984 Im Juli sterben die ehemaligen Feuerwehrmitglieder Dipl.-Ing. Hans Grabner und Josef Krempl, große Feuerwehrabordnungen geben ihnen das letzte Geleit.

Der überaus beliebte Pfarrer Johann Tödtling wird am 26. August feierlich verabschiedet (er wird Stadtpfarrer von Fürstenfeld), der neue Pfarrer, Mag. Anton Konrad, am 9. September empfangen.

Die Löschwasserversorgung ist ab diesem Jahr gelöst. Mit dem Anschluss der Gemeinde an die Leibnitzerfeld-Wasserversorgungsgesellschaft stehen im gesamten Gebiet der Gemeinde Kirchbach Hydranten bereit.

Bei der Jahreshauptversammlung am 8. Dezember werden die Kameraden Franz Nagl jun. zum Hauptbrandmeister, Gottfried Hermann zum Hauptlöschmeister und Alois Ettl, Helmut Hermann und Franz Krisper zum Löschmeister befördert. Peter Hermann wird Hauptfeuerwehrmann, Herbert Maier Oberfeuerwehrmann, Gerhard Maier und Günter Stix werden zum Feuerwehrmann ernannt. Die Kameraden Ferdinand Löffler und Konrad Marbler scheiden aus dem aktiven Dienst und werden zum Ehrenbrandmeister ernannt.

Herr Heinz Suppan tritt der Wehr bei. HBI Johann Neubauer gratuliert dem Kameraden Mag. Hans Krameritsch zum erfolgreichen Studienabschluss.

Ihre sportlichen Qualitäten beweisen die Feuerwehrmänner auch beim Eisschießen. An 3 Turnieren wird teilgenommen, alle werden gewonnen! Die Einsätze in diesem Jahr: 3 Brände, 2 Öleinsätze, 1 Einsatz der Rettungsschere, 74 technische Einsätze, 16 Übungen.

1985 Der Einsatz des Rettungsgerätes wird anlässlich der Kirchbacher Leistungsschau am 14. April in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz bei einer Schauübung demonstriert.

Eine Wettkampfgruppe, geleitet von OLM Gottfried Hermann, wird aufgestellt, die im Laufe des Jahres an 6 Pokalwettkämpfen teilnimmt und dabei 8 Pokale erringt. Beim Landesfeuerwehrtag in Schladming am 22. Juni erlangen die Wettkämpfer Gottfried Guttmann, Gerhard Maier, Herbert Maier und Heinz Suppan das silberne Leistungsabzeichen (die übrigen Gruppenmitglieder erkämpften dieses schon bei Leistungsbewerben in früheren Jahren).

Im Rahmen des 3. Bezirksfeuerwehrtages in Unterlabill werden die Kameraden EHBI Karl Suppan (für 60-jährige Mitgliederschaft), EABI Hans Krameritsch (für 40-jährige Mitgliedschaft), OFM Gottfried Guttmann und LM Johann Raggam (für 25-jährige Mitgliedschaft) geehrt. Oberbrandinspektor Burghard Fürnschuß wird mit dem Verdienstzeichen 2. Stufe des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet, LM Helmut Hermann mit dem Verdienstzeichen 3. Stufe.

EHBI Hugo Hermann wird zum Bezirksbeauftragten für Senioren ernannt und gehört als solcher dem Bezirksfeuerwehrausschuss an (ihm unterstehen etwa 700 Feuerwehrsenioren).

Die Jahreshauptversammlung findet am 7. Dezember statt, folgende Beförderungen werden von HBI Neubauer vorgenommen: Peter Hermann zum Löschmeister, Herbert Maier und Johann Puffer zum Hauptfeuerwehrmann, Gerhard Maier zum Oberfeuerwehrmann und Heinz Suppan zum Feuerwehrmann. Mag. Wilhelm Steiner wird in die Wehr aufgenommen.

Die Neuwahl bringt keine Veränderungen. HBI Johann Neubauer und OBI Burghard Fürnschuß werden in ihren Funktionen bestätigt.

In diesem Jahr sind 4 Brand-, 1 Öl- und 187 technische Einsätze, sowie 45 Übungen zu verzeichnen.

1986 Ein trauriger Anlass lässt die Feuerwehr am 21. Juni ausrücken, der langfristige Hauptmann bzw. Abschnittsbrandinspektor Hans Krameritsch wird begraben.

Anlässlich des 3. Bezirksfeuerwehrtages in Fladnitz werden die Kameraden HBI Johann Neubauer (Verdienstzeichen 3. Stufe des LFV), Bezirksseniorenbeauftragter EHBI Hugo Hermann (Silberne Hochwassermedaille), EOBI Franz Nagl (50-jährige Mitgliedschaft), sowie HLM Otto Bäck, LM Oswald Drögsler, LM Mag. Hans Krameritsch, HBM Franz Nagl und LM Hans Reicht (25-jährige Mitgliedschaft) ausgezeichnet.

Einzug ins neue Rüsthaus

Am 20. September ist für die Feuerwehr ein großer Tag: die Übersiedlung ins neue Rüsthaus beginnt. Neben der Fahrzeug- und Gerätehalle stehen den Feuerwehrkameraden jetzt auch sanitäre Anlagen und ein beheizter Aufenthaltsraum zur Verfügung. Die Feuerwehr ist allerdings nur Mieter im Gebäude der Raiffeisenkasse.

Mit dem Plan der Raiffeisenkasse, ihr Gebäude durch einen Zubau zu erweitern, ergab sich die Möglichkeit, in diesem auch die Feuerwehr unterzubringen. Eine finanzielle Beteiligung wurde allerdings abgelehnt: Eigentümer des Gebäudes wäre die Raiffeisenkasse allein, die Feuerwehr könnte nur als Mieter einziehen. Die Möglichkeit eines eventuellen späteren Kaufs wurde allerdings in Aussicht gestellt. Um eine Entscheidung zu treffen, wurde in einer Vollversammlung unter den Feuerwehrkameraden abgestimmt, ob man von dieser Möglichkeit Gebrauch machen sollte. Nach ausführlicher Diskussion über Vor- und Nachteile entschied sich die Mehrheit dafür, das Angebot der Raiffeisenkasse anzunehmen. Nachdem sich auch der Gemeinderat mit dieser Lösung einverstanden erklärte, wurden die Interessen der Feuerwehr in den Bauplanungen berücksichtigt.

Der Mietvertrag mit der Raiffeisenkasse wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, ist jedoch unter Einhaltung einer einjährigen Kündigungsfrist jederzeit kündbar. Die Raiffeisenkasse verpflichtet sich, von diesem Kündigungsrecht in den nächsten zehn Jahren nicht Gebrauch zu machen. Das bisherige Rüsthaus dient der Gemeinde nun als Gerätelager und Garage.

Am 24. Oktober wird eine Jugendgruppe unter der Leitung des Jugendwartes Mag. Hans Krameritsch und des Kameraden Peter Hermann aufgestellt.

Am 6. November kann ein neues Auto, ein MTF (Mannschaftstransportfahrzeug) der Marke VW von der Fa. Lohr übernommen werden. Die jahrelangen Bemühungen der Feuerwehr, ein Mannschafts- und Kommandofahrzeug zu erwerben, sind damit erfolgreich abgeschlossen. Vor allem die Arbeit mit der Jugendgruppe wäre ohne dieses zum Großteil von der Feuerwehr selbst finanzierte Fahrzeug (für den Rest kommen Gemeinde und Land auf) kaum möglich.

Am 5. Dezember wird der langjährige Feuerwehrfunktionär und ehemalige Hauptmann EHBI Karl Suppan zu Grabe getragen.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 8. Dezember werden die Kameraden Johann Mayer zum Hauptlöschmeister, Gottfried Guttmann zum Löschmeister und Mag. Wilhelm Steiner zum Feuerwehrmann befördert. Die im Oktober aufgenommenen Jungmänner werden feierlich angelobt. Jugendwart LM Mag. Hans Krameritsch wird in den Ausschuss gewählt.

Das ehemalige Feuerwehrmitglied Hans Praschk wird einstimmig zum Ehrenmitglied der FF Kirchbach ernannt.

Der Atemschutzbeauftragte LM Helmut Hermann übersiedelt nach Edelstauden, seine Funktion übernimmt HFM Johann Puffer. Als Abschnittsbeauftragter bleibt Kamerad Hermann jedoch weiter tätig.

1987 Den Jungfeuerwehrmännern wird im Jänner ein Erste-Hilfe-Unterricht erteilt. Beim Bezirks-Hallenfußballturnier der Jugend erreicht Kirchbach den 5. Rang.
Da die Sirene der Feuerwehr Kirchbach nicht weit genug gehört werden kann, ergeht vom Land die Aufforderung, diesen Mangel zu beheben.

Eine neue Sirene wird angeschafft, die dank des Entgegenkommens des Pfarrgemeinderates auf dem Kirchturm montiert werden darf. Die Kosten von mehr als 100.000,-S werden großteils vom Katastrophenfond übernommen. Die Raiffeisenkasse Heiligenkreuz-Kirchbach erklärt sich bereit, die Feuerwehr bei der Aufbringung des Restbetrages großzügig zu unterstützen.

Am Florianitag, dem 5. Mai, findet die Weihe des neuen Mannschaftsautos und der neuen Sirene in der Kirchbacherhalle statt.

In Anerkennung der Leistungen, die auch die Gattinnen der Feuerwehrmänner immer wieder erbringen, werden die Ehefrauen aller Feuerwehrkameraden gebeten, als Patinnen für das neue Auto zu fungieren, ohne dass von ihnen eine finanzielle Unterstützung erwartet wird. Frau Dir. Stefanie Absenger von der Raiffeisenkasse Kirchbach ist als einzige „Nicht-FeuerwehrFrau" Patin für die neue Sirene.

Die neue Sirene wird montiert und an das Funknetz angeschlossen, d.h. sie kann, ebenso wie die auf dem alten Rüsthaus verbliebene, vom Landes- bzw. Bezirksfeuerwehrkommando ausgelöst werden.

Am 13. Juli erfüllt die Feuerwehr mit der Teilnahme am Begräbnis ihres Ehrenmitgliedes Landtagspräsident a.D. Dr. Anton Stephan eine traurige Pflicht.

Die Feuerwehrjugend führt 1987 ein umfangreiches Übungs- und Fortbildungsprogramm durch, etwa 1000 Stunden werden insgesamt dafür aufgewendet. Bei Wettbewerben in Studenzen, Gleinstätten und Petersdorf II werden schöne Pokale gewonnen. Das Landesjugendzeltlager in Pöllau vom 15. bis 19: Juli ist der Höhepunkt des Jahres, Alle 12 Mitglieder der Kirchbacher Jugendfeuerwehr erwerben das Bronzene Leistungsabzeichen (31. Platz unter 160 teilnehmenden Gruppen aus der ganzen Steiermark), bei Lagerbewerben ist man erfolgreich und je 6 Jugendsportnadeln bzw. ÖSTA-Abzeichen können überreicht werden.

Der Wissenstest für die Feuerwehrjugend, wo man heuer in Bronze antreten kann, beschließt die Feuerwehrsaison für den Nachwuchs.


 

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Kirchbach - 1988 bis 1999

 

1988 Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 2. Jänner werden die Kameraden Peter Hermann und Franz Krisper zum Oberlöschmeister, Herbert Maier, Johann Puffer und Alois Trummer zum Löschmeister, Mag. Wilhelm Steiner, Gerhard Maier und Ernst Radaschitz zum Hauptfeuerwehrmann, sowie Franz Ettl, Herbert Großschädl, Stefan Konrad, Helmut Schönberger, Johann Weixler, Heinz Suppan und Franz Tomberger zum Oberfeuerwehrmann befördert. LM Peter Hermann wird mit Jahresbeginn zum Ortsjugendwart bestellt.

Am 15. und 16. März findet eine Leistungsschau der Kirchbacher Wirtschaft statt. Die FF Kirchbach ist mit einem Informationsstand vertreten. In Zusammenarbeit der Feuerwehr und dem Roten Kreuz wird dabei am 16. März eine Alarmübung durchgeführt.

Der Gottesdienst zur Florianifeier wird am 23. April gefeiert mit anschließender Segnung des Florianibildes, welches von der FF Kirchbach finanziert wurde. Nach dem Totengedenken wird ein gemeinsames Essen der Kameraden des Abschnittes in die Kirchbacher Halle eingenommen.

Eine Beschlussfassung über die Ernennung von LH Krainer zum Ehrenmitglied erfolgt während der Vollversammlung am 13. Mai im Gasthaus Grabner.

Feierlichkeiten zum Jubiläum

10.Juni Eröffnung des Sonderpostamtes, Briefmarkenwerbeschau und der Feuerwehrausstellung, welche bis zum 9. Juli geöffnet bleibt und in den Feuerwehrräumen untergebracht ist. Der Entwurf des JFM aus Ziprein Wolfgang Feirer wurde als Sonderstempel angenommen. HBI Johann Neubauer überreichte dem Gestalter eine Ehrenurkunde.

Ebenfalls am Freitag wurde die Ausstellung 100 Jahre Feuerwehr Kirchbach eröffnet. LM Mag. Dr. Hans Krameritsch hat diese sehenswerte Ausstellung gestaltet.

11.Juni Tanzveranstaltung zum Jubiläum in der Kirchbacher Halle (das schon traditionelle Frühlingsfest wird in diesem Jahr nicht abgehalten)

12.Juni Feier zum Jubiläum in Anwesenheit von LH Dr. Josef Krainer, welcher den Ehrenschutz übernommen hat. Es erfolgte die Segnung des Rüsthauses und des Einsatzfahrzeuges (LFB-A) durch Pfarrer Mag. Konrad.

Es wurden folgende Kameraden ausgezeichnet:

Großes Silbernes Verdienstzeichen EHBI Hugo Hermann
Verdienstzeichen II. Stufe HBM Franz Nagl, OBM Anton Marbler, LM Walter Patschok
Verdienstzeichen III. Stufe OLM Franz Krisper, LM Gottfried Guttmann, LM Mag. Dr. Hans Krameritsch, HFM Ernst Radaschitz
Medaille für 50jährige Mitgliedschaft OBM Anton Marbler
Medaille für 40jährige Mitgliedschaft OBM Johann Froschhauser, OBM Rupert Pucher sen.
Medaille für 25jährige Mitgliedschaft HLM Johann Larisegger, HFM Franz Zach

Das Fahrzeug, ein Steyr 10S18 mit 177 PS, ist mit Seilwinde, Stromaggregat, schwerem Atemschutz, Löschausrüstung und dem schon vorhandenen Rettungsgerät ausgerüstet und soll den Dodge ersetzen, der den Sicherheitsvorschriften nicht mehr entspricht und den Anforderungen (Baujahr 1943) nicht mehr gerecht werden kann. Das neue Bergefahrzeug wird der FF Kirchbach als Stützpunktfeuerwehr zugeteilt und überwiegend aus Mitteln des Landes- und des Katastrophenfonds finanziert.

Am Nachmittag findet ein Bezirksfeuerwehrtag in Anwesenheit unseres Landeskommandanten Strablegg und 80 Wehren mit 720 Mann statt.

Den Abschluss der Feiern im Jubeljahr bildet ein Bezirksjugendleistungsbewerb auf dem Sportplatz in Kirchbach am 9. Juli.

In diesem Jahr sind 2 Bezirkalarme, 3 Brand-, 2 Öl- und 91 technische Einsätze, sowie 59 Übungen zu verzeichnen.

1989 Am 23. September wird das langjährige Feuerwehrmitglied OBM Karl Süssmaier zu Grabe getragen. Am 29.10 findet das Begräbnis von LM Hans Raggam statt.
Die Jahreshauptversammlung findet am 8. Dezember statt, folgende Beförderungen werden von HBI Neubauer vorgenommen: Johann Puffer zum Oberlöschmeister, Ernst Radaschitz und Mag. Wilhelm Steiner zum Löschmeister und Zach Josef zum Feuerwehrmann. Klaus Jürgen Pucher wird in die Wehr aufgenommen.

1990 Am 25. Februar findet ein Blochzug in Kirchbach statt. Die FF Kirchbach ist mit einem einem Fahrzeug vertreten.

Die Wettkampfgruppe erlangt beim Leistungswettkampf am 29. Juni in Bad Ausse das silberne Leistungsabzeichen. Der erfolgreichen Gruppe gehören die Kameraden Patschok Rene, Pierer Wolfgang, Pucher Reinhold, Konrad G., Paier Roland, Stix Raimund, Wippel Josef, Großschädl Gerhard und Kaufmann Markus an.

Bei der Wehrversammllung am 8. Dezember im Kirchbacher Stüberl legt HBI Johann Neubauer seine Funktion als Kommandant der FF Kirchbach zurück. Zum neuen Kommandanten wird sein bisheriger Stellvertreter HBI Burghard Fürnschuß gewählt, zu dessen Stellvertreter OBI Erich Reicht. Folgende Kameraden werden befördert:

Löschmeister Pucher Otto, Marbler Anton
Oberfeuerwehrmann Fürnschuß Josef, Großschädl Gerhard, Hohl Günter, Kaufmann Markus, Patschok Rene, Paier Roland, Konrad G., Krisper F., Pierer Wolfgang, Pucher Reinhold, Pucher Wolfgang, Rieger St., Stix Raimund, Wippl Josef, Oberegger Otto
Feuerwehrmann Grassmugg Christian, Kaufmann Thomas, Konrad D., Radaschitz Andreas, Reicht R., Weis A.
Wie aktiv die 76 Mann starke Wehr in diesem Jahr war, beweisen die 261 Tätigkeiten, welche allein 113 Einsätze und 79 Übungen beinhalten.

1991
Am 1. Februar zwingt ein trauriger Anlass die Wehr zum Ausrücken. Ein großer Gönner der Feuerwehr, Herr Ökonomierat Alois Stix, wird zu Grabe getragen. Die FF Kirchbach hat mit 14 Mann am Begräbnis teilgenommen.
Anlässlich der Jahreshauptversammlung am 8. Dezember im Gasthaus Lassl werden folgende Auszeichnungen und Beförderungen ausgesprochen:

Auszeichnungen

Verdienstzeichen III. Stufe: FA Med. R. Dr. Egon Schöner
Medaille für 40jährige Mitgliedschaft: BM Franz Grabner, OLM HANS Schuchlenz, OLM Alois Stranzl
Hochwasser Medaille in Bronze: Johann Puffer, Franz Marbler

Beförderungen

Hauptbrandmeister: Johann Neubauer
Ehrenhauptbrandmeister: Franz Steinwender, Johann Froschhauser, Rupert Pucher, Anton Marbler
Brandmeister: Gottfried Hermann
Hauptlöschmeister: Johann Puffer
Oberlöschmeister: Mag. Willhelm Steiner, Josef Zach, Otto Oberegger, Helmut Hirz

1992 28 Mann der FF Kirchbach verabschiedeten, denn am 29. März verstorbenen, EOBI und Rauchfangkehrermeister i.R. Franz Nagel in Kirchbach.

Von 2. bis 3. April legte OLM Mag. Wilhelm Steiner die Kommandantenprüfung an der Feuerwehrschule in Lebring mit Auszeichnung ab. Weiters wurde das Funkleistungsabzeichen erworben.
Die diesjährige Jahreshauptversammlung findet am 8. Dezember im Gasthaus Grabner statt. Die nachfolgenden Kameraden der Wehr konnten sich über eine Beförderung freuen:

Hauptlöschmeister Mag. Wilhelm Steiner, Franz Krisper, Peter Hermann
Oberlöschmeister Gottfried Guttmann, Alois Ettl, Alois Trummer, Herbert Maier
Hauptfeuerwehrmann Markus Krisper
Oberfeuerwehrmann Johann Kölli
Feuerwehrmann Harald Reichmann, Alexander Ettl, Johannes Trummer

Der Mitgliederstand im Jahr 1992 beträgt 74 Kameraden. Diese leisteten in diesem Jahr 764 Tätigkeiten – davon 6 Alarm- und 129 technische Einsätze. Dabei wurden 5.012 Arbeitsstunden geleistet.

1993 Von 11. bis 14 Jänner haben die Wehrmitglieder OBI Erich Reicht und OLM Herbert Maier den Einsatzleiter- und Kommandantenkurs besucht und die Kammandantenprüfung (1./2. März) abgelegt. Herbert Maier löst HBM Franz Nagl als Funkverantwortlichen der Wehr ab.

Beim Bezirksfeuerwehrtag in Petersdorf II am 12. Juni erhalten die Kameraden der FF Kirchbach folgende Auszeichnungen:

Verdienstzeichen I. Stufe: HBM Johann Neubauer
Medaille für 40jährige Mitgliedschaft: Johann Neubauer
Medaille für 25jährige Mitgliedschaft: Alois Ettl

Bei der Wehrversammlung am 8. Dezember im Gasthaus Pucher gibt es folgende Beförderungen für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kirchbach:

OBM Gottfried Hermann, BM Peter Hermann und Wilhelm Steiner, HLM Gottfried Guttmann, Herbert Maier und Josef Zach, HFM Josef Feirer, Wolfgang Pucher, Raimund Stix, Roland Paier und Helmut Hirz, FM Michael Schober, Peter Heigl, Alois Trummer und Klaus Jürgen Pucher.

Der Mannschaftsstand beträgt im Jahr 1993 81 Mann, davon sind 62 Aktive, 13 Jungfeuerwehrmänner und 6 Ehrendienstgrade. Die Wehr rückte 1993 zu 11 Alarmeinsätzen aus. Die Gesamtleistung der Wehr beträgt 618 Tätigkeiten, für die 6.038 Mannstunden aufgewendet wurden.

1994 Am 18. Februar wird FA OMR Dr. Egon Schöner zu seinem 70er geehrt. Dr. Schöner blickt auf eine 25jährige Tätigkeit als Feuerwehrarzt bei der FF Kirchbach zurück. Von der Wehr wird ihm das Verdienstzeichen der Steiermark III. Stufe verliehen.

18 Kameraden der Wehr Kirchbach gratulieren am 24. März EHBI Hugo Hermann zur Vollendung seines siebenten Lebensjahrzehnts.

Im April erwirbt BM Mag. Wilhelm Steiner das Funkleistungsabzeichen in Silber.

Am 3.September wird beim Bezirksfeuerwehrtag in Pertelstein EHBI Hugo Hermann vom Landesbranddirektor Heinrich Nagl das Verdienstzeichen III. Stufe des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes überreicht.

Am 10. September wird in Kirchbach der Bezirksfunkleistungswettbewerb abgehalten. 137 Feuerwehrkameraden aus vier Bezirken nehmen daran teil.

Als historisches Datum in der Wehrgeschicht kann man den 26.September bezeichnen – der Land-Rover, seit 1961 im Einsatz, wird an den Feuerwehrkameraden Gottfried Guttman verkauft.

Nach schwerer Erkrankung wird LM und Elektromeister Oswald Drögsler am 8.November beerdigt. 26 Mann der FF Kirchbach haben dem beliebten Feuerwehrkameraden die letzte Ehre erwiesen. Herr Drögsler war 33 Jahre Mitglied der Feuerwehr Kirchbach.

Aus Anlass der Wehrversammlung am 8. Dezember im Gasthof Fürnschuß wurde folgende Kameraden befördert: HBM Gottfried Hermann, OBM Mag. Wilhelm Steiner, BM Herbert Maier, LM Rupert Pucher jun., HFM Rene Patschok, Hans Kölli, Gerhard Großschädl, Markus Kaufmann, Johann Weixler, Günter Hohl, OFM Dietmar Konrad, Andreas Radaschitz, Harald Reichmann, Klaus Jürgen Pucher und Peter Heigl, FM Wolfgang List

1994 rückt die Wehr zu 11 Alarmeinsätzen aus, davon sind 5 Verkehrunfällen und 6 Brandeinsätze. Gesamt wurde 581 Tätigkeiten mit 6.233 Mannstunden aufgewendet.

1995 19 Wehrmitglieder gratulieren am 12. Jäner EBM Ferdinand Löffler zu seinem 70. Geburtstag.

Bei einer Einsatzübung im Rahmen der KIKISS 95 am 20. August stellen die Einsatzorganisationen Rotes Kreuz, Feuerwehr und Gendarmarie ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. Von der FF Kirchbach haben 9 Kameraden an der Übung teilgenommen.

Am 2. Oktober hat die Jugendgruppe der FF Kirchbach unter der Leitung von BM Peter Hermann beim Wissenstest in Hatzendorf das goldene Jugendleistungsabzeichen erreicht. Die für diese Auszeichnung erforderliche Punkteanzahl erreichten: List Wolfgang, Suppan Franz, Pucher Manuel, Reicht Erich jun., Zach Robert, Schmid Philip, Hermann Jürgen und Knolly Helmut.

Seit der letzten Jahreshauptversammlung, am 8. Dezember im Gasthaus Lassl, gibt es eine neue Wehrleitung. Nachdem sich der beliebte Kommandant Burghard Fürnschuß nicht mehr als Hauptmann zur Verfüguung stellte wurde eine Neuwahl durchgeführt. Neuer Hauptmann ist nun HBI Erich Reicht, sein Stellvertreter ist OBI Gottfried Hermann. Weiters gehören dem Vorstand noch Johann Larisegger als Schriftführer und Walter Patschok als Kassier an.

Der Mannschaftsstand 1995 beträgt 81 Mann, wovon 8 Jungfeuerwehrmänner sind. Mit den 3 Fahrzeugen wurden 1.941 Kilometer zurückgelegt. Die Gesamtleistungen der Wehr beliefen sich auf 695 Tätigkeiten, wofür 4.848 Mannstunden aufgewendet wurden.

1996 Am 9. Jänner gratuliert die Wehr EHBM Johann Froschhauser zu seinem 70. Geburtstag, sowie am 31. Jänner Herrn LM Dir. Alois Stranzl zu seinem 65. Geburtstag.


Ein beliebte Veranstaltung ist das Frühlingsfest 1996. Die FF Kirchbach präsentiert am 13. April eine Show Disco mit Erich Fuchs vom ORF Steiermark in der Kirchacher Halle.

Am 17.Juli erfolgt der Sirenabbau beim alten Rüsthaus in Kirchbach und 3 Tage später die Neumontage beim Haus Stix (Faßlmühle) in Maierhofen.

Bei der Jahreshauptversammlung am 8. Dezember im Gasthaus Grabner werden folgende Beförderungen ausgesprochen:

Hauptlöschmeister Ettl Alois, Trummer Alois
Oberlöschmeister Pucher Rupert
Hauptfeuerwehrmann Heigl Peter, Reichmann Harald, Tomberger Franz
Oberfeuerwehrmann Grassmug Johannes, Kaufmann Thomas, List Wolfgang, Schmid Philipp, Suppan Franz, Trummer Alois, Wressig Martin, Zach Robert


Im Jahr 1996 gab es 173 Einsätze, welche durch Sirenenalamierung, telephonische oder persönliche Verständigung ausgelöst wurden. Die Gesamtleistung der Wehr beliefen sich auf 870 Tätigkeiten, wofür 7.837 Stunden aufgewendet wurden.

Der Mannschaftsstand der FF Kirchbach beträgt 79 Mann, welcher sich aus 68 Aktive, 7 Ehrendienstgrade, 3 Feuerwehrjugend und 1 Beurlaubung zusammen setzt.

1997 Herr OBI Gottfried Hermann hat am 11.April die Kommandantenprüfung mit Auszeichnung bestanden.

Am 19.April werden die beiden Feuerwehrkameraden Erich Reicht und Larisegger Johann von 32 Mann der Wehr zu ihrem 50. Geburtstag beim Buschenschank Stix geehrt.

Am 14. Juni wird Herr EHBI Hugo Hermann zum Ehren-Abschnittsbrandinspektor ernannt. Die FF Kirchbach gratuliert mit 32 Mann in Form eines Fackelzuges.

Die Wettkampfgruppe der FF Kirchbach kann am Landesfeuerwehrtag am 26. Juni in Frauental das Leistungsabzeichen in Silber erwerben. Die erfolgreiche Gruppe besteht aus den Kameraden Johannes Graßmugg, Peter Heigl, Jürgen Hermann, Markus Kaufmann, Manuel Pucher, Erich Reicht jun., Philipp Schmid, Franz Suppan, Martin Wressnig und Robert Zach.

Beim Funkbezirkswettbewerb in Unterlamm am 20. September können sich HFM Markus Kaufmann (300 Punkte), OFM Philipp Schmid (292 Punkte) und OFM Robert Zach (280 Punkte) im Spitzenfeld plazieren.

Zu einem spektakulären Unfall kommt es am 10.Oktober in Kirchbach, als ein Bus nahe der Hammerkreuzung auf den Parkplatz stürzt, wobei es zum Glück keine Verletzte gab.

Im Jahr 1997 gab es 11 Sirenenalamierungen, davon entfielen 5 auf Brandeinsätze, je 2 auf Hochwassereinsätze und Verkehrsunfälle, 1 Autobrand und 1 Menschensuche. Insgesamt standen sie Feuerwehrmänner der FF Kirchbach 12.535 Stunden im Dienste der Allgemeinheit. Mit den Fahrzeugen wurden im Jahr 1997 4.160 Kilometer zurückgelegt.

1998 Am Sonntag, den 18.Jänner findet die Wehrversammlung im Gasthaus Pucher statt. Es wird über die Aufnahme von Frauen in die FF Kirchbach abgestimmt mit dem Ergebnis das 23 Kameraden mit ja stimmen und 18 mit nein. 10 Wehrmitglieder enthalten sich der Stimme.

Vorstand und Wehrausschuss der Freiwilligen Marktfeuerwehr Kirchbach:

Kommandant: HBI Erich Reicht
Kommandant-Stellvertreter: OBI Gottfried Hermann
Kassier: OLM Walter Patschok
Schriftführer: HLM Johann Larisegger
Funkbeauftragter: OBM Mag. Wilhelm Steiner
Jugendwart: BM Peter Hermann
Atemschutzwart: HLM Johann Puffer
Maschinenwart: LM Raimund Stix
Zeugwart: HFM Helmut Hirz
EABI Hugo Hermann
HBM Burghard Fürnschuß
HBM Johann Neubauer
HFM Josef Feier

Herr OBI Gottfried Hermann und Herr OBM Mag. Wilhelm Steiner erwerben am 18.April das Goldene Feuerwehr-Leistungsabzeichen in der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark.


Eine Live-Disco mit der John Otti-Band ist der Auftakt des diesjährigen Feuerwehrfestes. Weiter geht es am 18.April mit einem Benefizkonzert zugunsten der Kinderkrebshilfe Graz. Die Kern-Buam, Die Zerlacher, die Alpen-Boys, Claudia Greiner und Bernd Roberts bereiten dem zahlreich erschienenen Publikum einen unterhaltsamen Abend, gekonnt moderiert von Walter Reischl. Dank finanzieller Zuschüsse von den Gemeinden Kirchbach und Zerlach kann die Freiwillige Marktfeuerwehr Kirchbach der Kinderkrebshilfe schließlich einen Scheck über 52.000,- Schilling überreichen.

Zum heurigen 110-Jahr Jubiläum ist es der Feuerwehr Kirchbach geglückt, eine Erneuerung und Verbesserung der technischen Ausrüstung zu erhalten. Das seit 22 Jahren in Verwendung stehende Tanklöschfahrzeug kann Anfang Mai durch einen neuen TLF 4000 ersetzt werden. Diese Anschaffung entspricht dem neuesten Stand der Technik und kann auch für kommunale Einsätze verwendet werden, da eine Straßenwaschanlage angebaut werden kann und die Hochdruckanlage sich auch zur Kanalreinigung eignet. Die Kosten für dieses Fahrzeug belaufen sich auf 3,3 Millionen Schilling. Ein Drittel der Ankaufskosten werden aus dem Katastrophenschutzfond und der Feuerschutzsteuer von der Landesregierung zur Verfügung gestellt, ein Drittel wird von der Gemeinde Kirchbach übernommen und ein Drittel der Finanzierung obliegt schließlich der Feuerwehr selbst.

Um den Betrag von 1,1 Mio. Schilling aufzubringen, werden angesparte Gelder aus Veranstaltungen verwendet. Da die vollständige Begleichung des Betrages damit nicht möglich ist, bittet die Feuerwehr Kirchbach anlässlich einer Haussammlung die Gemeindebewohner von Kirchbach und die im Einzugsgebiet der Feuerwehr Kirchbach liegenden Bewohner der Gemeinde Zerlach um einen finanziellen Beitrag.

Die Weihe des neuen Tanklöschfahrzeuges erfolgt am Sonntag, dem 11. Oktober, im Rahmen einer Jubiläumsfeier 110 Jahre Marktfeuerwehr Kirchbach. Einen besonderen Charakter erhaltet dieses Bestandsjubiläum dadurch, dass es gemeinsam mit dem Erntdankfest und der Eröffnung der neugestalteten Ortsdurchfahrt gefeiert werden kann.

Der Festablauf:

07:30 Empfang der auswärtigen Wehren
09:00 Empfang der Landeshauptfrau W. Klasnic und weitere Ehrengäste
09:15 Defilierung
09:30 Festgottesdienst mit Segnung des neuen Fahrzeuges mit Pfarrer Mag. Manfred Schuster
10:30 Festakt mit Ehrungen
11:00 Frühschoppen in der Kirchbacher Halle mit Humorist Franz Strohmaier (Elektropepi)

Folgende Ehrungen werden ausgesprochen:

65jährige Mitgliedschaft: EHBM Anton Marbler
50jährige Mitgliedschaft: EHBM Johann Froschhauser und EHBM Rupert Pucher
Verdienstzeichen II. Stufe: HBI Erich Reicht
Verdienstzeichen III. Stufe: HLM Johann Puffer, HLM Johann Larisegger

Aufgenommen werden als Probefeuerwehrmänner in diesem Jahr Paulus Siegfried und Zach Bernhard. Über eine Aufnahme als Jungfeuerwehrmänner können sich Brescakovic Zeljko, Mandl Christian, Puffer Christian, Rauch Philipp, Remling Kurt, Schuchlenz Philipp, Steininger Martin und Wund Andreas freuen.

Aus beruflichen bzw. familären Gründen sind die Kameraden Dir. Ernst Radaschitz, Wolfgang Hirz und Helmut Hermann aus der Wehr ausgetreten.

Im abgelaufenen Jahr gab es 17 Sirenenalamierungen, davon entfielen 6 auf Brandeinsätze, 9 auf Verkehrsunfälle, ein Silo bzw. Gärgasunfall und einen mutwilligen Alarm. Insgesamt standen die Wehrmitglieder 14.383 Stunden im Dienste der Allgemeinheit. Mit den Fahrzeugen wurden im Jahr 6.131 Kilometer zurückgelegt.

1999 Die Wehrversammlung findet am 9. Jänner im Landgasthof Fürnschuß unter der Teilnahme von 58 Wehrmitglieder statt. Dabei werden folgende Kameraden befördert:

Hauptbrandmeister: Wilhelm Steiner
Oberbrandmeister: Peter Hermann
Hauptlöschmeister: Walter Patschok
Löschmeister: Franz Tomberger
Oberfeuerwehrmann: Pucher Manuel, Erich Reicht jun., Jürgen Hermann, Knolly Helmut

Am 13.Februar findet die Kirchbacher Faschings-Parade statt. Die Kirchbacher Feuerwehr ist bei diesem Umzug mit einem Fahrzeug (Kirchbacher Glücksrat) vertreten.

Am 26.Februar gratulieren die Kameraden der FF Kirchbach FA OMR Dr. Egon Schöner zu seinem 75. Geburtstag. Ebenfalls seinen 75. Geburtstag feiert in diesem Jahr EHBI Hugo Hermann, welcher am 26.März im Rüsthaus ausgibig gefeiert wird.

Das diesjährige Fest findet am 29. und 30. Mai in der neuen Ausstellungshalle der Firma Fröhlich statt.

Um die Einsatzbereitschaft der Wehr zu erhöhen werden im Mai 30 Pager angeschafft. Mit diesem Gerät ist die Alamierung auch bei Stromausfall, also wenn die Sirene nicht funktioniert, gewährleistet.

Die nachfolgenden Kameraden der Wehr können beim Landesfeuerwehrtag am 26.Juni in Markt Hartmannsdorf das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze A mit 366,56 Punkten erreichen:

LM Stix Raimund OFM Reicht Erich
OFM Suppan Franz OFM Hermann Jürgen
OFM Knolly Helmut OFM Grassmugg Johanne
OFM Pucher Manuel PFM Zach Bernhard
OFM List Wolgang 

Der FF Kirchbach gehören zurzeit 86 Mann an. Insgesamt hat die Wehr im vergangenen Jahr 12.300 Stunden im Dienste der Allgemeinheit aufgebracht. Mit den 3 Fahrzeugen wurden 4.016 Kilometer zurückgelegt. Die geretteten Sachwerte liegen in der Höhe von 10 Millionen Schilling.


 

Die Wehr im 3. Jahrtausend - 2000 - 2016

 

2000 Die erste Jahreshauptversammlung im neuen Jahrtausend findet am 16. Jänner im Gasthaus Strawanza statt. Bei den anschließenden Beförderungen wurden Franz Grabner zu EOBM, Johann Schuchlenz zum EHLM, Bernhard Zach zum FM, Manuel Pucher zum HFM, Josef Feier zum LM, Peter Heigel zum LM, Günter Hohl zum LM und Raimund Stix zu OLM befördert.

Folgende Ehrungen für das Jahr 1999 werden ausgesprochen:

60jährige Mitgliedschaft EABI Hugo Hermann, EBM Ferdinand Löffler
50jährige Mitgliedschaft EBM Franz Steinwender
25jährige Mitgliedschaft HFM Otto Oberegger
Verdienstzeichen III. Stufe LM Raimund Stix, HFM Josef Feirer
Leistungsabzeichen in Bronze Bernhard Zach

Am 31.Jänner gratulieren die Kameraden der FF Kirchbach EBM Löffler Ferdinand zu seinem 75. Geburtstag.

Am 30. April nehmen 26 Kameraden der Wehr an der feierlichen Eröffnung der neuen Dienststelle des österreichischen Roten Kreuz – Ortstelle Kirchbach teil.

Ein trauriger Anlass lässt die Feuerwehr am 13. Mai ausrücken, der langfristige Volksschuldirektor, Bürgermeister und Feuerwehrkamerad Herr Oberschulrat EBM Alois Stranzl wird unter der Teilnahme von 26 Wehrmitgliedern begraben.

Die Wehrversammlung für das Jahr 2000 findet am 8. Dezember im Gasthaus Lassl statt. Folgende Beförderungen beziehungsweise Ehrungen werden unter der Anwesenheit von OBR Johann Kienreich ausgesprochen:

Ehrungen

· 40jährige Mitgliedschaft: HLM Gottfried Guttmann
· 25jährige Mitgliedschaft: HFM Anton Marbler, HFM Franz Marbler

Beförderungen

· Hauptfeuerwehrmann: Johann Graßmugg, Alois Trummer, Robert Zach
· Feuerwehrmann: Philipp Schuchlenz, Andreas Wund

Da an diesem Tag auch die Funktionsperiode des derzeitigen Hauptbrandinspektors und Oberbrandinspektors ausläuft, sowie alle ernannten Mitglieder des Ausschusses aus dem Feuerwehrausschuss ausscheiden, findet am Ende der Wehrversammlung eine Neuwahl statt. 47 Kameraden der Wehr Kirchbach sind wahlberechtigt. Die Neuwahl des Vorstandes bringt folgendes Ergebnis:

Kommandant: HBI Gottfried Hermann
Kommandant-Stellvertreter: OBI Helmut Hirz
Kassier: LM d. V. Wolfgang Pucher
Schriftführer: LM d. V. Reinhold Pucher

 

 

 

Während der Ausschusssitzung am 23.Dezember werden folgende Wehrmitglieder der FF Kirchbach in den Ausschuss gewählt:

Zeugwart LM d. F. Josef Feier
Maschinenwart LM d. F. Raimund Stix
Jugendwart HLM d. F. Peter Hermann
Funkbeauftragter LM d. F. Erich Reicht jun.
Sanitätsbeauftragter BM Mag. Wilhelm Steiner
Atemschutzwart HLM d. F. Johann Puffer
Schere und Spreitze LM d. F. Günter Hohl
Übungsleiter BM Herbert Maier
Seniorenbeauftragter HBM Johann Neubauer
EABI Hugo Hermann, HBM Burghard Fürnschuß

Der Mannschaftsstand der FF Kirchbach beträgt 83 Mann, welcher sich aus 64 Aktive, 10 Ehrendienstgrade, 9 Feuerwehrjugend zusammensetzt. 3 Wehrmitglieder sind vom Feuerwehrdienst beurlaubt. Insgesamt stehen die Feuerwehrmänner der FF Kirchbach im abgelaufen Jahr 8.394 Stunden im Dienste der Allgemeinheit. Mit den 3 Fahrzeugen werden 4.581 Kilometer zurückgelegt.

2001 Am 3.Jänner gratulieren die Kameraden der FF Kirchbach dem Ehepaar Froschhauser. EHBM Johann Froschhauser feiert seinen 75 Geburtstag und seine Gattin, Frau Aloisia Froschhauser (Fahnenpatin), ihren 70. Geburtstag.

Am 10. Februar findet im Gasthaus Pucher eine außerordenliche Wehrversammlung mit dem Ziel der Vorstellung des neuen Ausschusses statt. Außerdem wird ein Plan über ein neues Rüsthauses für die FF Kirchbach den Kameraden präsentiert.

Vorgestellt werden die Neuzugänge Andreas Zach und Martin Fröhlich. Dr.Thomas Schöner wird mit einstimmigen Beschluss als Feuerwehrarzt aufgenommen.

Am 2.März absolvieren die Wehrmitglieder Gottfried Hermann, Raimund Stix, Wolfgang List und Franz Krisper einen Sonderlehrgang für Fahrtechnik und Sicherheitstraining am ÖAMTC – Fahrtechnikzentrum in Spielberg. Durchgeführt wird der Lehrgang mit dem TLF-A der FF Kirchbach.

Anlässlich des Florianisonntags am 29. April werden die Fahnenträger der FF Kirchbach mit neuen Schärpen, gespendet von den Fahnepatinnen, eingekleidet.

Eine gemeinsame Übung aller Einsatzorganisationen von Kirchbach findet am 8.Mai in Glatzau statt. Rettung, Gendarmerie und Feuerwehr stellten bei einem simulierten Verkehrsunfall ihr Können unter Beweis.

Ein möglichst realistischer Atemschutzeinsatz wird von 6 Wehren des Abschnittes Kirchbach am 14. Juli in Zerlach geübt. Übungsannahme ist ein Küchenbrand mit mehreren eingeschlossenen Personen.

Eine weitere außerordenliche Wehrversammlung findet am 16.September im Gasthaus Pucher statt. Vorrangiges Thema ist die Anschaffung von neuen, vom Landesfeuerwehrverband vorgeschriebene, Schutzbekleidungen für den Einsatz der Feuerwehrmänner. 38 Wehrmitglieder sind zu dieser Versammlung gekommen. Weiters werden die neuen Mitglieder der FF Kirchbach den Kameraden vorgestellt, dies sind:

· PFM Sascha Nöst
· PFM Harry Schmid
· PFM Otto Weber
· JFM Erik Brise
· JFM Philipp Fleissner
· JFM Martin Fröhlich
· JFM Michael Hammer
· JFM Marco Klein
· JFM Daniel Klein
· JFM Philipp Wurzinger
· JFM Daniel Rauch

Besonderen Dank wird dem Lebensretter beim Traktorunfall am 7.9.2001 am Guggitzberg (B73) LM Anton Mabler ausgesprochen.

Das Ende der Grillsaison wird von der FF Kirchbach am 28. Oktober mit Bertl’s Grillspezialitäten im Rüsthaus Kirchbach gefeiert. Angeboten werden hauptsächlich Kastanien und Sturm bei steirischer Musik.

25 Feuerwehrmänner der Wehr Kirchbach gratulieren am 30.November ihren Kameraden HLM d. F. Johann Puffer zu seinem 50. Geburtstag.

Insgesamt standen die Feuerwehrmänner der FF Kirchbach im abgelaufen Jahr 9.636 Stunden im Dienste der Allgemeinheit.

2002 Im Zuge der Haussammlung wird in diesem Jahr erstmalig eine kleine Broschüre, welches Florianijournal getauft wurde, an die Bevölkerung verteilt. In diesem 10 seitigen Heft wird ein kurzer Rückblick über die geleistete Arbeit der Feuerwehr im vergangenen Jahr präsentiert. Die Broschüre wird von der Bevökerung sehr positiv angenommen und soll in Zukunft ein fixer Bestandteil der Informationstätigkeit der Wehr werden.

Die Wehrversammlung findet am 12. Jänner erstamlig im Rüsthaus statt, dabei werden die beiden Kameraden OBI Hirz Helmut und HLM Zach Robert zur bestandenen Kommandantenprüfung gratuliert. Weiters werden folgende Beförderungen ausgesprochen:

· Ehrenbrandmeister d. V. Patschok Walter
· Oberbrandmeister: Herbert Maier
· Hauptlöschmeister: Rupert Pucher jun., Robert Zach
· Oberlöschmeister: Otto Pucher
· Löschmeister: Markus Kaufmann, Klaus Jürgen Pucher, Manuel Pucher
· Hauptfeuerwehrmann: Alois Trummer jun.
· Oberfeuerwehmann: Philipp Schuchlenz, Bernhard Zach
· Feuerwehrmann: Martin Flori, Philipp Rauch, Otto Weber, Andreas Zach, Nöst Sascha

Neuaufnahmen

· Jungfeuerwehrmann: Sattler Philipp, Poll Dominik, Deutsch Günther
· Probefeuerwehrmann: Helmut Sommer

Ehrung

· 40jährige Mitgliedschaft: HBM Franz Nagl

Am 17.März findet ein vom Werbekreis Kirchbach organisierter Kirchbacher Wirtschaftsfrühling in der Kirchbacher Halle statt. Die Freiwilligen Feuerwehren der Marktgemeinde Kirchbach (FF Kirchbach, FF Kleinfrannach und FF Ziprein) präsentierten zu diesem Anlass ihre Feuerwehr vor der Kirchbacher Halle. Am Nachmittag wird eine Schauübung mit den oben genannten Wehren sowie dem Roten Kreuz und der Gendarmerie Kirchbach vor der Halle durchgeführt. Das Interesse der Bevölkerung an dieser Übung, welche ausgezeichnet funktionierte, war sehr groß.

Die neuen Einsatzuniformen (Schutzanzüge) werden am 14.April geliefert. Im Bereich des schweren Atemschutzes werden eine Helmfunk-Sprechanlage, Beleuchtungshilfen, sowie eine akustische Warneinrichtung in den Dienst gestellt.

EABI Hugo Hermann ist am 15. Juni im Alter von 79 Jahren verstorben. Herr Hermann war seit 1939 Mitglied der FF Kirchbach und von 1967 bis 1979 HBI. In Würdigung seiner besonderen Verdienste wurde Hugo Hermann im Jahre 1980 zum Ehrenhauptbrandinspektor und 1997 zum Ehrenabschnittsbrandinspektor ernannt.

Am 19. Juni wird Herrn EHLM Mag. Hans Krameritsch der akademische Grad Doktor der Theologie verliehen.

Beim Landesleistungswettbewerb in Hl. Kreuz am Waasen belegt die Wettkampfgruppe am 22. Juni den ausgezeichnteten 4. Platz. Der Kamerad OFM Johann Weixler erreicht dabei Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze, die Kameraden OFM Philipp Schuchlenz, FM Sascha Nöst und FM Otto Weber das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber.

Am 2.August absolvieren die Kameraden Pucher Rupert, Maier Herbert, Sommer Helmut und Zach Robert mit dem TLF 4000 ein Fahrtechniktraining am A1Ring in Spielberg.

Am 16. und 17. August wird die FF Kirchbach zu einem Katastrophenhilfsdienst angefordert. 7 Kameraden der Wehr unterstützen mit dem LFB den 2. Zug des Bezirkes Feldbach mit Auspump- und Aufräumungsarbeiten in Niederösterreich.

Eine Sirene für den südlichen Bereich des Einsatzgebietes der FF Kirchbach wird am 24. August auf einer Halle der Firma Schinko montiert.

Anlässlich der Ausschusssitzung vom 9.November wird Olivia Pucher als Erste Feuerwehrfrau der Wehr Kirchbachs einstimmig aufgenommen.

Aufgrund der großen Trockenheit im Jahr 2002 war ca. die dreifache Anzahl an Wassertransporten gegenüber dem Vorjahr zu bewältigen.

Insgesamt hatten die Feuerwehrmänner der FF Kirchbach im abgelaufenen Jahr 804 Einsätze mit 10.020 Mannstunden zu absolvieren. Der Mitgliederstand beträgt mit Jahresende 90 Aktive.

2003 In der 3. Ausgabe des beliebten Florianijournals werden erstmalig neben der FF Kirchbach auch die Feuerwehren von Kleinfrannach und Ziprein mitberücksichtigt.
Die Wehrversammlung findet am 5. Jänner im Rüsthaus statt, dabei werden folgende Kameraden befördert:

· Feuerwehrmann: Klein Daniel, Schmid Harry
· Oberfeuerwehrmann: Sommer Helmut
· Hauptfeuerwehrmann: Grassmugg Johannes
· Löschmeister: Pucher Klaus-Jürgen, Weixler Johann, List Wolfgang

Neuaufnahmen:

· Jungfeuerwehrmann: Kevin Treichler
· Probefeuerwehrmann: Olivia Pucher

Der Ausschuss stellt den Antrag für alle aktiven Kameraden verpflichtend pro Jahr 5 Tätigkeiten vorzuweisen und an 2 Übungen teilzunehmen haben. Ansonsten wird der Kamerad vom Dienst suspendiert. Bei der Abstimmung wird der Antrag einstimmig angenommen.

Am 17. und 18. Mai findet im Hof des Gasthauses Grabner das Erste Kirchbacher Hoffest der Wehr statt.

Folgende Kameraden der FF Kirchbach erwerben das Funkleistungsabzeichen in Bronze:

· Martin Fröhlich
· Daniel Klein
· Sattler Philipp
· Michael Hammer

Beim Landesleistungswettbewerb in Graz belegt die Wettkampfgruppe in der Klasse Silber A bezirksweit den ausgezeichnteten 3. Platz. Jungfeuerwehrmann Marco Ettl erreicht dabei das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze, die Kameraden FM Daniel Klein, JFM Martin Fröhlich, JFM Michael Hammer und JFM Philipp Sattler das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber.

Ein Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Begehung von öffentlichen Einrichtungen (Schulen, Kindergarten, Pflegeheim, usw. ) und Gewerbebetrieben, sowie landwirtschaftliche Anwesen. Hier werden, wie z.B. in den Schulen, unter fachkundiger Führung durch Brandschutzbeauftragte behördlich vorgeschriebene Fluchtwege erkundet, die Funktion der Brandschutzeinrichtungen erklärt und Evakuierungsmaßnahmen besprochen.

Insgesamt hat die FF Kirchbach einen Mitgliederstand von 80 Kameraden, welche im abgelaufenen Jahr 1209 verschiedene Einsätze mit 8.640 Mannstunden absolvierten.

2004 Die Wehrversammlung findet am 4. Jänner im Gasthaus Grabner statt. Neben zahlreichen Ehrengästen war auch 51 Mitglieder der Wehr anwesend. Im Laufe der Veranstaltung wurden folgende Kameraden befördert:

- zum Feuerwehrman: Marco Ettl, Martin Fröhlich, Michael Hammer, Philipp Sattler, Olivia Pucher
- zum Hauptfeuerwehrmann: Franz Suppan
- zum Löschmeister: Reinhold Pucher

Ehrendienstgrade wurden folgende ernannt:

- HFM Franz Zach zum E-LM
- HLM Johann Mayer zum E-HLM
- HLM Kart Grassmugg zum E-HLM

Ein trauriger Anlass lässt 36 Kameraden der FF Kirchbach am 8. Februar ausrücken. EOBM Franz Grabner wird zu Grabe getragen.

Beim Landesfeuerwehrleistungsbewerb am 25. und 26. Juni 2004 in Gröbming erreichte unsere Wettkampfgruppe den 17. Platz in der Klasse Bronze A und den 20. Platz in der Klasse Silber A. Als Anerkennung für die gute Leistung wurde unserer Gruppe erstmals in der Geschichte dieses Bewerbes einen Pokal überreicht.

„I wor schon bei vü Loundesbewerbe dabei, oba des hot’s no nie geb’n, daß Kirchboch aufg’ruafn word’n is“! (orig. Ton, Fahnenoffizier Pucher Bertl)

Folgende Kameraden haben diesen großartigen Erfolg erreicht:

Klasse Bronze A
JFM Fleissner Philipp (Leistungsabzeichen in Bronze), FM Hammer Michael, FM Rauch Daniel (Leistungsabzeichen in Bronze), LM Raimund Stix, FM Klein Daniel, LM Reicht Erich, HFM Grassmugg Johannes, LM List Wolfgang, FM Sattler Philipp

Klasse Silber A
FM Sattler Philipp, FM Hammer Michael, FM Klein Daniel, HFM Grassmugg Johannes, LM List Wolfgang, LM Stix Raimund, LM Reicht Erich, FM Fröhlich Martin, FM Ettl Marco (Leistungsabzeichen in Silber)

33 Kameraden der Wehr Kirchbach verabschiedeten sich am 10. Juli des Jahres von ihrem Kameraden EHBM Rupert Pucher am Kirchbacher Friedhof.

Am 24. Juli 2004 gratulierten 5 Kameraden der FF Kirchbach Ehrenmitglied EM Grassmugg Johann zu seinem 75. Geburtstag. Weiters wurden in diesem Jahr E-FArzt OMR Dr. Egon Schöner zu seinem 80. Geburtstag und E-OLM Johann Schuchlenz zu seinem 70. Geburtstag geehrt.

Im Rahmen einer Fahrzeugweihe der FF Breitbuch wurde am 1. August 2004 Herrn HBI Gottfried Hermann das Verdienstzeichen II. Stufe des Landesfeuerwehrverbandes verliehen.

HLM Zach Robert erreichte am 11. September 2004 beim WWLB in GOLD den 1.Platz. Unser Kamerad ist somit der erste Landessieger der FF-KIRCHBACH!

Folgende Kameraden legten am 30. Oktober 2004 beim Postverteilerzentrum in Kirchbach in 2 Gruppen das Feuerwehr Leistungs Abzeichen Technische Hilfeleistung (FLATH) in Bronze erfolgreich ab:

HBI Gottfried Hermann, OBM Herbert Maier, HLM Johann Puffer, LM Raimund Stix, HLM Robert Zach, HLM Rupert Pucher, LM Markus Kaufmann, LM Wolfgang List, LM Franz Tomberger, LM Erich Reicht, LM Reinhold Pucher, HFM Hannes Grassmugg, FM Daniel Klein, FM Martin Fröhlich, FM Philipp Sattler

Insgesamt standen die Feuerwehrmänner der FF Kirchbach im abgelaufen Jahr 21876 Stunden im Dienste der Allgemeinheit. Dabei wurden 630 Einsätze durchgeführt. Neu Aufgenommen wurden JFM Simon Nocker, OFM Günther Merker, PFM Erwin Trummer und PFM Eva Maria Fröhlich. Da es keinen Austritt aus der Wehr Kirchbach gab beträgt der Mitgliederstand mit Jahresende 80 Männer und Frauen.

2005

Die Wettkampfgruppe der FF Kirchbach wird am 26. Juni Landessieger im Parallelbewerb in Bad Radkersburg.

2006 

Neuer HBI in Kirchbach

HLM Pucher Rupert wurde am 5. August 2006 mit 30 gültigen Stimmen (ungültig: 2 Stimmen) als Kommandant der FF Kirchbach gewählt.

Folgende 12 Kameraden legten am 04. November 2006 beim Postverteilerzentrum in Kirchbach in 2 Gruppen das Feuerwehr Leistungsabzeichen Technische Hilfeleistung (FLATH) in Silber erfolgreich ab:

HBI Rupert Pucher, OBI Wolfgang List, HBM Herbert Maier, HLM Johann Puffer, HLM Robert Zach, HLM Raimund Stix, HLM Erich Reicht, LM Markus Kaufmann, LM Franz Tomberger, LM Hannes Grassmugg, OFM Martin Fröhlich, OFM Philipp Sattler
 

2007


2008 Am 22.6.2008 ist die Jugendgruppe Breitenbuch - Kirchbach zum ersten Mal beim Bezirksjugend-Leistungsbewerb in St. Stefan im Rosental angetreten. Die Mannschaft zeigte Biss, Ehrgeiz und Teamgeist und wurde dafür mit 3 Pokalen belohnt. Der Kirchbacher JFM Daniel Knechtl gewann einen Pokal beim "Kistenbauen" - er schafft 21 Bierkisten übereinander zu stapeln. Die Feuerwehr Kirchbach bedankt sich auch recht Herzlich bei den Sponsoren Autohaus Fröhlich und Stahlbau Karl List für die Leiberl der Jugendgruppe.


Die Freiwillige Feuerwehr feierte am Sonntag, dem 17. August 2008, ihr 120 jähriges Bestandsjubiläum. Begonnen haben die Feierlichkeiten am Vortag mit einer Tanzveranstaltung in der Kirchbacher Halle. Etwa 750 Besucher konnten sich von der gut organisierten Veranstaltung überzeugen und waren bestens gelaunt – bis vier Uhr früh. Für ausgezeichnete Tanzmusik sorgte die, bei Jung und Alt, bestens bekannte Unterhaltungsgruppe „Die Draufgängen“.

Trotz der langen Nacht für die Kamerader der Wehr, waren am Festmorgen beinahe alle bereits vor 08:00 Uhr wieder im Festgelände um die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Nachdem die Marktmusikkapelle Kirchbach mit 36 Mann einmarschierte, begann gegen 08:30 Uhr der Empfang der Gastwehren. Folgende 12 Wehren mit 159 Mann konnten von OBI Wolfgang List begrüßt werden:

- Feuerwehr Breitenbuch mit HBI Steinkleibl Alois (12 Mann)
- Feuerwehr Edelstauden mit HBI Siegfried Neuhold (19 Mann)
- Feuerwehr Kleinfrannach mit HBI Josef Platzer (23 Mann)
- Feuerwehr Manning mit HBI Franz Hödl (13 Mann)
- Feuerwehr Schwarzau mit HBI Alos Putz (7 Mann)
- Feuerwehr Seibuttendorf mit HBI Manfred Frisch (12 Mann)
- Feuerwehr Unterlabill mit HBI Roman Fröhlich (8 Mann)
- Feuerwehr Ziprein mit HBI Franz Scherr (21 Mann)
- Feuerwehr Groß Felgitsch mit ABI Johann Kickmaier (9 Mann)
- Feuerwehr St. Stefan/R mit HBI Rudolf Reinprecht (17 Mann)
- Feuerwehr Lichendorf mit HBI Günter Wagner (6 Mann)
- Feuerwehr St. Nikolai ob Draßling mit HBI Karl Rohrer (12 Mann)

Nachdem sich die Wehren in der Halle erfrischt hatten, wurde mit dem Festakt bei schönem Wetter im Freien begonnen. HBI Rupert Pucher konnte neben den Landtagsabgeordneten Ing. Josef Ober, noch Vizebürgermeister Josef Platzer, Bürgermeister Ing. Franz Löffler, Pfarrer Mag. Franz Tropper, Bezirksfeuerwehrkommandantstellvertreter BR Rudolf Tremmel und Prof. Johann Schleich an Ehrengästen begrüßen. Eher dürftig war das Interesse der Bevölkerung aus Kirchbach und Umgebung am Bestandsjubiläum ihrer Feuerwehr. Der nächste Punkt im Festverlauf waren zahlreichen Ehrungen aus dem Abschnitt. Für die Kameraden der Feuerwehr Kirchbach wurden folgende Ehrungen ausgesprochen:

- 50jährige Mitgliedschaft: EHLM Grassmugg Karl
- 40jährige Mitgliedschaft: EHBI Fürnschuss Burghard
- 40jährige Mitgliedschaft: HBI Prupert Pucher
- 40jährige Mitgliedschaft: LM Marbler Konrad
- 40jährige Mitgliedschaft: HLM Ettl Alois
- Verdienstzeichen des LLV II. Stufe: HBM Maier Herbert
- Verdienstzeichen des LLV III. Stufe: HLM Zach Robert
- Verdienstzeichen des LLV III. Stufe: HLM Reicht Erich
- Verdienstzeichen des LLV III. Stufe: LM d. V. Kaufmann Markus
- Verdienstzeichen des LLV III. Stufe: LM d. V. Tomberger Franz

Bevor nun die Ehrengäste ihre Worte an die Anwesenden richteten wurde die Chronik der Wehr Kirchbach von den beiden Kameraden HFM Fröhlich Eva-Maria und HLM Zach Robert sehr interessant und ausführlich da gebracht. Abgeschlossen wurde der Feierstunde mit teilweise sehr interessanten und zum Nachdenken anregende Reden der Festgäste. Den Schlusspunkt der Feierlichkeiten zum Bestandsjubiläum bildete die Marktmusikkapelle Kirchbach mit einem Frühschoppen in der Kirchbacher Halle, welcher für so manchen Anwesenden bis zu den Abendstunden dauerte. Nach zahlreiche Rückmeldungen aus verschieden Kreisen, kann die Feier zum 120jährigen Gründungsfest für die Marktfeuerwehr Kirchbach als sehr gelungen genannt werden.

2009 14 Kamerden haben unter der Leitung von HBM Maier Herbert am 21. November die Branddienstleistungsprüfung in Bronze absolviert. Die erfolgreichen Kämpfer sind:

- HBI Pucher Rupert
- HLM Reicht Erich
- HLM Stix Raimund
- HLM Zach Robert
- LM Kaufmann Markus
- LM Sommer Helmut
- HFM Fröhlich Eva-Maria
- OFM Fröhlich Martin
- OFM Rauch Daniel
- OFM Huber Fabian
- OFM Hammer Michael
- FM Krautwaschl-Stolzer Helmut
- JFM Hermann Alexander
- JFM Schenk Lisa

2010 Am 23. Jänner haben 28 Wehrmitglieder am Begräbnis Ihres Kameraden ELM Karl Grassmugg teilgenommen.

Am 19. April haben 16 Wehrmitglieder am Begräbnis ihres Kameraden HFM Otto Oberegger in Leibnitz teilgenommen.

Beim Landesleistungsbewerb in St. Margarethen am 26. Juni erreichte FM Fabian Huber das Leistungsabzeichen in Silber.

Am 8. Oktober haben 35 Kameraden am Begräbnis ihres Kameraden OLM Otto Pucher in Kirchbach teilgenommen.

Am 20. November haben die Atemschutzleistungsprüfung Stufe 3 in Gold in der Feuerwehr-und Zivilschutzschule Lebring mit LM Kaufmann Markus, HLM Reicht Erich, HLM Stix Raimund, HLM Zach Robert und HBM Maier Herbert für BTF-Magna fehlerfrei bestanden.

2011 LM Weixler Johann wird im Rahmen der Wehrversammlung am 6. Jänner der ELM verliehen. Hr. Weixler bedankt sich und freut sich schon sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit mit den Senioren der Wehr Kirchbach.

Am 18. Februar feiert HBM Herbert Maier beim Gasthaus Pucher seinen 50. Geburtstag.

Am 19. April wurde EHBM Froschhauser Johann zu Grabe getragen.

Am 1. Juli feiert HBI Rupert Pucher im Rüsthaus in Kirchbach seinen 60. Geburtstag.

Am 23. September feiert HLM Peter Hermann in der Halle in Kittenbach seinen 50. Geburtstag.

Am 7. Dezember feiert HLM Johann Puffer im Rüsthaus in Kirchbach seinen 60. Geburtstag.

2012 Bei der Wehr- und Wahlversammlung am 07.01.2012 wird HBI Rupert Pucher in seiner Funktion wieder gewählt. Als neuer OBI wird FM Hermann Thomas, nachdem OBI List Wolfgang nicht mehr zur Wahl angetreten ist, gewählt. Bei der Wahl waren 45 stimmberechtigte Kameraden anwesend.

Am 14. Jänner 2012 feiert HLM Alios Ettl seinen 60. Geburtstag im Rüsthaus der FF Kirchbach.

Am 25. Jänner haben 32 Wehrmitglieder am Begräbnis ihres Kameraden EHBI Burghard Fürnschuss in Kirchbach teilgenommen.

Im Jahre 1990 war in Altaussee der Landesfeuerwehrbewerb. Damals erlangten die Kameraden Gerhar Großschädl, Markus Kaufmann, Gerlad Konrad, Roland Paier, Rene Patschok, Wolfgang Pierer, Reinhold Pucher, Raimund Stix und Josef Wippel das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber.

22 Jahre später am 23. Juni findet der Landesfeuerwehr wieder in Altaussee. Die bei der Feuerwehr verbliebenen Teilnehmer von damals nahmen daran wieder Teil. Dies waren Hannes Grassmugg, Thomas Hermann, Helmut Hirz, Herbert Maier (Trainer 1990), Rene Patschok (1990 dabei), Reinhold Pucher (1990 dabei), Erich Reicht, Raimund Stix (1990 dabei) und Robert Zach.

2013 Am 21. Dezember 2013 traten vier Gruppen der FF Kirchbach in Steiermark zur Branddienst-Leistungsprüfung in den Stufen 1, 2 und 3  (= Bronze, Silber und Gold) an. Hauptbewerter BR d. F. Ing. Bruno Neubauer konnte unter den zahlreich anwesenden Zuschauern BGM Dipl. Ing. Josef Winter und ABI Johann Kaufmann sowie die Bewerterkollegen BI d. F. Josef Fink, HBI Franz Haas und HLM Helmut Gross begrüßen. Unter den strengen Augen und Ohren des Bewerterteams musste pro Bewerber jeweils eine Frage aus einem Fragenkatalog von bis zu 40 Fragen (abhängig von der Stufe) richtig beantwortet werden. Bei der Gerätekunde musste jeder Bewerber die Position eines von 60 Ausrüstungsgegenständen im TLF-A 4000 bei geschlossenen Rollos bzw. Türen genau anzeigen. Anschließend musste einer von drei Löschangriffen in einem gewissen Zeitfenster erfolgreich absolviert werden. Die Gruppe 1 in Bronze zog dabei den Scheunenbrand, die Gruppe 2 in Silber den Holzstapelbrand. Die Gruppen 3 und 4  traten in der „Königsklasse“ Gold an. Dabei musste einmal ein fiktiver Scheunenbrand gelöscht werden und zum Abschluss gab es den heiß erwarteten Flüssigkeitsbrand, der mittels „Mittelraumschohr“ (Quelle: M.F.) vorgetragen bzw. bekämpft wurde. Natürlich wurden diese Aufgaben mit Bravour und fehlerfrei gemeistert, was natürlich auf die ausgezeichnete Vorbereitung bzw. Schulung durch HBM Herbert Maier mit 9 Übungen zurückzuführen ist.  Zusätzlich hat uns dabei Übungs-Hauptbewerter Seppl Wieser immer genau auf die Finger geschaut und uns bei Fehlern zurechtgewiesen. Bei der Schusskundgebung im Rüsthaus wurden den erfolgreichen Feuerwehrkameraden das Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold von ABI Johann Kaufmann überreicht. Anschließend wurden wir von der Gemeinde Kirchbach zum Essen ins Gasthaus Fankerl eingeladen. Die Feuerwehr Kirchbach bedankt sich recht herzlich bei Bürgermeister Dipl. Ing. Winter. Ein Dank auch an das Bewerterteam für die Abnahme der BDLP am letzten Samstag vor Weihnachten (Bericht und Fotos: Raimund Stix).

2014

Erstamls in der Geschichte einer Wettkampfgruppe der Feuerwehr Kirchbach, nahm diese am Südtiroler Landesbewerb in Welsberg-Taisten(Pustertal) teil.

2015

Am 14. März verstirbt unser Kamerad ELM Johann "Jonny" Weixler nach schwerer Krankheit.

Am 25. April veranstaltet die Feuerwehr einen "Tag der offenen Tür". Alle Fahrzeuge, die Drehleiter der Feuerwehr Feldbach, die Einsatzübung mit dem Roten Kreuz, Rüsthausbesichtung, Fettbrandbekämpfung und Kinderprogramm waren für die Bevölkerung Anlass genug, die Veranstaltung zu besuchen.

An diesem Tag startete die neue Homepage unter der Domain http://feuerwehr-kirchbach.at.

Der Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer wurde am 16. Juni von den Feuerwehren der Gemeinde und der Marktmusikkapelle Kirchbach im Landhaushof gratuliert.

Ein Tiertransporter mit 165 Schweinen verunglückte am 19. Juni am Maxendorfberg.

Zum Landesbewerb in Gamlitz reiste die Wettkampfgruppe am 20. Juni mit dem Fahrrad an.

Brand des Sägewerks Neuhold in Pirching/T. in der Nacht vom 16. auf 17. November.

2016

Von Jänner bis April wurde das neue HLF 3 bei der Firma Magirus-Lohr gefertigt. Am 28. April wurde dieses dann an die Feuerwehr übergeben, die feierliche Segnung fand am 1. Mai statt.

Unser EBM Ferdinand "Ferdl" Löffler stirbt am 20. Februar kurz nach Vollendung des 91. Lebensjahres.

Unser langjähriger Kommandant HBI Rupert Pucher feierte am 19. Juni seinen 65. Geburtstag. Aus diesem Grund musste er diese Funktion beenden. Bei der Ersatz-Neuwahl am 1. Juli wurde sein Sohn Manuel Pucher zum 20. Kommandanten gewählt.

Am Landesleistungsbewerb in Ilz am 25. Juni nahm die Wettkampfgruppe teil. Unsere Jugend nahm am Landesjugendbewerb in Großsteinbach vom 15. - 16. Juli teil.

Auch Grund zum Feiern gab es. Am 2. Juli wurden HLM Raimund Stix und LM Reinhold Pucher jeweils zu ihrem 50er gratuliert. Die Feier fand beim Buschenschank Fasswald (vulgo Ackerbauer) in Glojach statt.

Das HLF 3 wurde für den MAN Kalender 2017 ausgewählt. Daher fand am 29. Juli das Fotoshooting statt.

Vom 15. - 18. September reiste die Wettkampfgruppe zu den Grenzlandbewerben nach Luxemburg.

BM Robert Zach wird am 15. Dezember zum Abschnittsbrandinspektor des Fachdienstes befördert.

2017

Im Feuerwehrhaus fand am 6. Jänner die Wehrversammlung statt. Bei dieser wurde auch das Kommando für die nächsten 5 Jahre bestätigt. Zum Kommandanten wurde HBI Manuel Pucher und zu seinem Stellvertreter OBI Thomas Hermann wiedergewählt.

 


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